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Nomophobie: Das steckt hinter dem weitverbreiten Angst-Phänomen

Bild: Nomophobie - Das steckt hinter dem weitverbreiten Angst-Phänomen
Leiden auch Sie unter Nomophobie? © Getty Images/iStockphoto, diego_cervo

Nomophobie: Eine moderne, um sich greifende Krankheit

Es ist eine Angst, die mittlerweile in ganz vielen von uns steckt und die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Die Rede ist von Nomophobie. Was hinter dieser modernen Angststörung steckt und ob vielleicht auch Sie darunter leiden, finden Sie bei uns heraus.

Zunächst mal keine Sorge: Wenn Sie unter Nomophobie leiden, geht es Ihnen weitaus besser als all denjenigen, die beispielsweise eine soziale Phobie plagt. Hierbei geht es vielmehr um ein Angst-Phänomen, das sich zusammen mit einer technologischen Errungenschaft entwickelt hat: die Furcht davor, mobil nicht erreichbar zu sein.

Leide auch ich unter Nomophobie?

‚Shit, ich habe das Handy zu Hause liegen lassen!‘ Fast jeder von uns kennt diesen Gedanken, der uns mindestens sehr hibbelig macht, wenn nicht sogar leichte Panik aufkommen lässt. Bei einer Nomophobie haben Betroffene das Smartphone nicht zwangsläufig immer irgendwo vergessen. Auch ein leerer Akku oder ein Funkloch (die sind aber auch penetrant, wenn man mit der Bahn unterwegs ist!) bringt Menschen mit Nomophobie zur Verzweiflung. Warum? Sie sind in dem Moment nicht mehr erreichbar, könnten Whatsapp-Nachrichten oder Anrufe verpassen.

Der Name der Phobie ist eine Abkürzung von ‚No-Mobile-Phone-Phobia‘. Dabei handelt es um eine Art der Handysucht, bei der Betroffene zwar nicht ständig mit dem Handy hantieren wollen oder müssen, es aber als psychische Belastung empfinden, wenn sie ihr Handy nicht greifbar haben beziehungsweise es nicht jederzeit in vollem Umfang nutzen können.

Körperliche Auswirkungen ohne Handy

Eine Studie verschiedener amerikanischer Universitäten untersuchte, welche körperlichen Auswirkungen Nomophobie hat. Dabei wurden die Probanden gebeten, ein Rätsel zu lösen, bei dem man gleichzeitig Blutdruck und Herzfrequenz gemessen hat. Im ersten Durchgang trugen alle Teilnehmer ihr Smartphone bei sich. Im zweiten sollten sie es beiseitelegen, weil es angeblich die Funktionsweise eines neuen Blutdruckmessgeräts störe.

Als man die Probanden anschließend auf ihrem für sie nicht greifbaren Handy anrief, zeigten sich die ersten Symptome der Nomophobie: Der Blutdruck kletterte in die Höhe und der Puls beschleunigte sich – klassische Anzeichen für Stress.

Diese Entwicklung sollte uns stark zu denken geben. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn wir mal nicht erreichbar sind? Haben wir wirklich schon so häufig wichtige Anrufe oder Nachrichten verpasst, weil wir im Funkloch waren oder den Akku nicht rechtzeitig aufgeladen haben? Eben! Steuern Sie diesem Trend aktiv entgegen, indem Sie zum Beispiel einen handyfreien Sonntag einführen. Einfach mal abschalten – und zwar wortwörtlich.

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