ERZIEHUNG ERZIEHUNG

Nörgelnde Kinder - wenn der Rauswurf aus dem Supermarkt droht

Wurde Linas Mutter wirklich aus dem Supermarkt geworfen?
Wurde Linas Mutter wirklich aus dem Supermarkt geworfen? Die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen wie es war 00:01:31
00:00 | 00:01:31

Schreiendes Kind - Mutter aus Supermarkt geworfen

Einkaufen mit Kindern kann ganz schön stressig sein. Sind die Kleinen müde oder hungrig, drücken sie dies gerne auch lautstark aus und ziehen damit den Fokus der gesamten Umgebung auf sich. So auch im aktuellen Fall einer Mutter aus Fürth, die wegen ihrer weinenden Tochter (2) aus einem Supermarkt geworfen wurde.

Tina Seiler (27) besuchte vormittags mit ihrer Tochter Lina (2) ein Edeka-Center in Fürth. „Ich war mit Mann und Schwiegermutter gegen 11.30 Uhr dort. Lina war schon müde und deshalb quengelig. Dann fing sie an zu weinen. Nach etwa fünf Minuten kam eine Mitarbeiterin zu mir und bat mich, den Laden wegen meines weinenden Kindes zu verlassen“, berichtet die junge Mutter. Auch bei der Nachfrage, ob die Aufforderung der Ernst der Mitarbeiterin sei, erhielt Tina Seiler – selbst Einzelhandelskauffrau – die gleiche Antwort. Sie ließ daraufhin ihren Einkaufswagen stehen und ging. „Mein Kind hat weder randaliert noch Regale ausgeräumt. Es war einfach müde“, erklärt die fassungslose Mutter der 'Bild'.

Wie der Vorfall tatsächlich abgelaufen ist, lässt sich schwer nachvollziehen. Der Geschäftsführer des Edeka-Centers beschreibt den Ablauf anders als die aufgebrachte Mutter. Wie er die Situation erlebt hat und was die Aufnahmen der Überwachungskamera des Marktes zeigen, sehen Sie im Video.

Einfache Tricks halten die Kleinen bei Laune

Nörgelnde und weinende Kinder im Supermarkt oder ähnlichen Umgebungen kennen alle Eltern. Damit Ihnen beim nächsten Wocheneinkauf nicht das Gleiche passiert, helfen ein paar Tricks, um den Alltag mit dem nörgelnden Nachwuchs besser in den Griff zu bekommen.

1. Der Ton macht die Musik

Es ist entscheidend, WIE Sie mit Ihrem Kind reden. Kinder brauchen klare Ansagen, denn hat es zu viele Entscheidungsmöglichkeiten oder wird jeder Ihrer Wünsche als Frage geäußert, versteht Ihr Kind die Ansage nicht als solche, sondern als Wahlmöglichkeit, die es eigentlich nicht hat.

2. Nicht ‚nicht‘ sagen

Gehen Sie sparsam mit einem ‚Nein‘ um. Wenn Ihr Kind immer nur ‚nein‘ hört, wird es dieses irgendwann nicht mehr ernst nehmen und ignorieren. Auch das ‚nicht‘ in einem Satz führt nicht immer zum gewünschten Erfolg, da es im Gehirn erst im zweiten Schritt verarbeitet wird. Besser: Sagen Sie Ihrem Kind stattdessen, was es genau tun soll.

3. Seien Sie konsequent

Halten Sie sich an das, was Sie angekündigt haben. Erklären Sie Ihrem Kind in verständlichen Worten, was Sie machen bzw. vorhaben und bleiben Sie dabei konsequent. Das gilt sowohl für ein Eis nach dem Kindergarten als auch für das Zähneputzen nach dem Abendessen.

Anzeige