HOCHZEIT HOCHZEIT

Noch dieses Jahr heiraten: Darum sollten Sie vor Jahresende zum Standesamt

Warum Sie noch dieses Jahr heiraten sollten!

Wer einmal bewusst auf den Kalender schaut, wird schockiert sein: Weihnachten ist in zum Greifen nah, die Winterreifen müssen bald aufgezogen werden und die Steuererklärung muss noch zum Finanzamt. Beim Thema Steuern sollten sich Paare nun noch bis Ende des Jahres prüfen, ob sie durch eine Trauung einen Steuervorteil erlangen können und sich das Ja-Wort geben.

Noch dieses Jahr heiraten: Darum sollten Sie vor Jahresende zum Standesamt
© Mila Supynska - Fotolia

Eine Heirat aus Liebe ist wohl der Traum vieler Frauen und Männer, wenn dann auch noch gespart werden kann – umso besser! Doch für wen lohnt sich eigentlich die Hochzeit aus Steuergründen? Grundsätzlich lohnt es sich erst, wenn ein Partner wesentlich mehr verdient als der andere, denn mit zunehmendem Einkommen werden auch höhere Steuersätze berechnet. Nach einer Eheschließung werden die Gehälter beider Ehepartner addiert und dann zu 50 Prozent gesplittet. Nach dem sogenannten „Splitting“ wird dann die Einkommensteuer errechnet und verdoppelt. Das ergibt dann die Steuer, die das Paar zusammen zahlen muss.

Weit verbreitet ist die Verteilung der Steuerklassen auf IV/IV. Die Kombination III/IV lohnt sich allerdings auch, aber nur wenn ein Partner mindestens zu 60 Prozent zum Familien-Einkommen beiträgt. Vorteil dieser Kombi ist, dass die gesamten Freibeträge des Paares auf den Mehrverdiener angerechnet werden. Wer allerdings mit Unsummen an Steuervorteilen rechnet, liegt falsch: Wer in einem Jahr von der neuen Verteilung profitiert, wird voraussichtlich nach der nächsten Steuererklärung zur Kasse gebeten.

Zukunftsplanung berücksichtigen

Wer heiratet, plant unter Umständen schon den Nachwuchs. Wenn beide Partner einen Kinderwunsch äußern, lohnt sich der schnelle Wechsel nach der Eheschließung. Um mehr Nettoeinkommen übrig zu haben, sollte die zukünftige Mutter möglichst sieben Monate vor Antritt der Elternzeit in die Steuerklasse III gewechselt sein. Der Clou: Mehr Nettoeinkommen heißt mehr Elterngeld. Auch wenn es beruflich kriselt, der Betrieb womöglich vor einer Stelleneinsparung steht und ein Partner betroffen ist, lohnt sich der Wechsel in die Steuerklasse III: Bei Arbeitslosigkeit wird der Anspruch auf Leistungen anhand des Nettoeinkommens errechnet.

Wer sich letztendlich dazu entscheidet, die ehelichen Steuervorteile dieses Jahres noch mitzunehmen, sollte sich beeilen. Um die Steuern aus 2015 zurück zu bekommen, muss man bis Dezember gewechselt sein. Die neue Steuerklasse greift allerdings immer erst ab dem nächsten Monat. Letzte Gelegenheit also, einen netten finanziellen Zuschlag für die eigene Traumhochzeit zu bekommen.

Anzeige