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Nierenbeckenentzündung: Symptome erkennen und handeln

7 Tipps gegen Blasenentzündung
7 Tipps gegen Blasenentzündung So werden Sie schnell wieder fit 00:01:05
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So erkennen Sie eine Nierenbeckenentzündung

In der Regel führen bereits bestehende Harnwegs-Infekte zu einer Nierenbeckenentzündung. Symptome eine Blasenentzündung zum Beispiel sollten daher auf keinen Fall ignoriert werden, damit einer Nierenbeckenentzündung also erst gar keine Chance gegeben wird. Doch wenn sie erstmal da ist, sollten Sie sie auch identifizieren können, um schnell handeln zu können.

Die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) entwickelt sich häufig aus einer Blasen- oder Harnröhrenentzündung. Dabei steigen die Keime über einen oder beide Harnleiter in die Nierenbecken und lösen dort eine ein- oder beidseitige Nierenbeckenentzündung aus, die mit folgenden Symptomen einhergehen können.

Nierenbeckenentzündung-Symptome erkennen

Zu Beginn sollten Sie wissen: Nierenbeckenentzündung-Symptome treten plötzlich auf und machen daher selten frühzeitig auf eine Erkrankung aufmerksam. Deshalb sollten Sie die Symptome ernst nehmen und schnell handeln. Denn wenn sie auftreten ist die Entzündung meist schon in vollem Gang.

Nierenbeckenentzündung: Symptome die typisch sind

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit
  • Schmerzen in der Flanke, die bei Erschütterung stärker werden
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Blut im Urin

Übrigens: Da sich eine Nierenbeckenentzündung in den meisten Fällen aus einer Blasenentzündung entwickelt, sollten Sie auf diese Symptome achten: Schmerzen beim Wasserlassen und verstärkter Harndrang lassen annehmen, dass es sich um eine Blasenentzündung handelt.   

Was sagen Nierenbeckenentzündung-Symptome über die Entzündung aus?

Oben genannte Nierenbeckenentzündung-Symptome sind ein Zeichen für eine akute Pyelonephritis. Es gibt aber auch eine chronische Form der Nierenbeckenentzündung, die weniger charakteristische Symptome mit sich bringen:

Eine chronische Nierenbeckenentzündung kann zu einer zunehmenden Nierenschädigung bis hin zur Niereninsuffizienz führen, wenn sie unbehandelt bleibt. Ein akuter Schub der chronischen Nierenbeckenentzündung äußert sich durch ähnliche Nierenbeckenentzündung-Symptome, wie bei einer akuten Pyelonephritis.

Wenn Sie Symptome einer Nierenbeckenentzündung bei sich bemerken, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie nicht schon in Behandlung aufgrund einer Blasenentzündung sind, benötigen Sie spätestens beim Auftreten der oben genannten Nierenbeckenentzündung-Symptome ärztliche Hilfe.

Nierenbeckenentzündung Symptome: Schnell handeln

Wenn Sie noch nicht beim Arzt waren oder zusätzlich zu der medikamentösen Behandlung handeln wollen, helfen diese Tipps weiter, um die Nierenbecken-Symptome zu lindern.

Viel trinken: Genau wie bei einer Blasenentzündung ist ein hoher Flüssigkeitskonsum notwendig, um die Bakterien aus den entzündeten Bereichen auszuspülen. Es wird empfohlen, bis zu drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag zu trinken.

Tipp: Vor allem Bärentraubenblätter und Preiselbeerblätter haben eine desinfizierende Wirkung und können in Form von Tees jeweils in Kombination mit Pfefferminze den Heilungsprozess unterstützen.

Wärme: Gegen die Flankenschmerzen hilft Wärme in Form einer Wärmflasche oder eines Wärmekissens. Auch Leibwickel tragen zu einem besseren Befinden bei.

Ruhe: Bei einer Entzündung gilt, Ruhe geben und das Bett hüten. Denn nur so kann die Nierenbeckenentzündung schnell abklingen.

Nierenbeckenentzündung vorbeugen

Im besten Fall verhindern Sie eine Nierenbeckenentzündung, indem Sie in Zukunft diese Regeln befolgen.

Trinken, trinken, trinken: Am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Mindestens zwei Liter am Tag helfen dabei, die Nieren ordentlich durchzuspülen und so den Bakterien keine Chance zu geben.

Hygiene: Die Apotheken Umschau schreibt, dass Frauen häufiger von einer Nierenbeckenentzündung betroffen sind als Männer. Das liegt daran, dass der Harnröhreneingang bei der Frau sehr nahe am After liegt und somit Bakterien leichter in die Harnröhre gelangen und sich dort vermehren. Deshalb sollten Frauen auf diese Hygiene Tipps achten: Nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lassen, um mögliche Bakterien auszuspülen. Außerdem sollte der Genitalbereich nach dem Stuhlgang immer von der Scheide Richtung After gereinigt werden, damit keine Bakterien aus dem After in die Harnröhre gelangen können.

Damit Sie sich weder eine Blasenentzündung noch eine daraus resultierende Nierenbeckenentzündung einfangen, sollten Sie sich unbedingt vor Nässe und Kälte schützen. Im Sommer heißt das, schnell die nasse Badekleidung wechseln. Im Winter sollten Sie lieber eine dickere Strumpfhose tragen, um Ihren Unterleib warm zu halten.

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