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Neurodermitis Baby: Was Sie gegen Ausschlag und Juckreiz tun können

Neurodermitis bei Babys
Neurodermitis bei Babys Krankheit wird vererbt 00:02:15
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Neurodermitis beim Baby kann nur bedingt behandelt werden

Jedes sechste Kind im Vorschulalter leidet an Neurodermitis und laut einer Forsa-Umfrage ist genau diese Hautkrankheit die größte Angst der Eltern. Aber was tun, wenn das Kind betroffen ist und wie kann man die Symptome von Neurodermitis bei Babys lindern?

Quälendes Jucken, trockene Haut bis hin zu Ekzemen - Folgen von Neurodermitis, im Fachjargon atopische Dermatitis. Eine Hautkrankheit, die in Schüben verläuft und vererbt werden kann. Erfahren Sie hier alle Informationen, die helfen können, Ihrem Baby oder Kleinkind das Leben leichter zu machen.

Neurodermitis Baby: Das können Ursachen sein

Neurodermitis ist eine entzündliche Hautkrankheit, bei der vor allem genetische Veranlagung der Auslöser sein kann. Oft steht es auch mit Allergien, Infekten und Lebensumständen des Betroffenen in Verbindung.

Wenn beide Eltern Neurodermitis haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 60 bis 80 Prozent, dass ihr Kind auch Neurodermitis bekommt. Leidet jedoch nur ein Elternteil an atopischer Dermatitis liegt die Wahrscheinlichkeit der Vererbung nur noch bei 20 bis 40 Prozent.

Hat Ihr Kind die Veranlagung, kann Stress oder eine Grippe der Auslöser sein. Aber auch Lebensmittelallergien können die Hautkrankheit begünstigen.

Neurodermitis: Babys zeigen neben Ausschlag diese Symptome

Im Grunde sind die Symptome von Baby-Neurodermitis sehr ähnlich wie bei Neurodermitis bei Erwachsenen:

  • Hautausschlag mit Ekzem und Schuppenbildung der Haut
  • Ein genereller Hang zu trockener Haut
  • Starker Juckreiz an den betroffenen Stellen

Neurodermitis Baby: Das sind die Unterschiede zu Erwachsenen-Neurodermitis

  • Oft tritt Neurodermitis bei Babys zunächst in der Wangen- und Scheitel-Region des Babys auf und steht oft in Zusammenhang mit Milchschorf.
  • Erst im weiteren Verlauf sind häufig die Streckseiten von Armen und Beinen von dem Hautausschlag betroffen. Ekzeme können sich auch am Rumpf bilden.

Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern kann vorübergehend sein. Manchmal verschwindet die Hautkrankheit nach einigen Monaten oder Jahren. Hin und wieder bleibt die atopische Dermatitis allerdings bis in die Pubertät oder verschwindet gar nicht.

Wie kann ich Neurodermitis beim Baby lindern?

Ganz verschwinden lassen kann man Neurodermitis mit einer gezielten Behandlung nicht, lediglich die Symptome lassen sich behandeln.

Wichtig ist, dass Sie auf die Ernährung Ihres Babys achten, denn oft begünstigen bestimmte Lebensmittel die Neurodermitis-Schübe. Hierzu sollten Sie Ihr Kind unbedingt von einem Arzt untersuchen und einen Allergietest durchführen lassen. Denn die nicht vertragenen Lebensmittel variieren von Patient zu Patient.

Zitrusfrüchte und scharfe Gewürze können die Durchblutung der Haut verstärken und somit Hautausschlag und Juckreiz verstärken. Daher sollten Sie bei Ihrem Baby darauf achten, ob es eine Reaktion zeigt und wenn ja, die genannten Lebensmittel meiden.

Nicht nur das Meiden von Lebensmitteln kann Neurodermitis bekämpfen. Auch aktiv können Eltern ihren Kindern helfen:

Hautpflege: Neurodermitis beim Baby verlangt eine sorgfältige Hautpflege. Lassen Sie sich hier ausführlich von Ihrem Arzt beraten, welche Pflegeprodukte sich für Ihr Baby oder Kleinkind eignen. Wichtig ist außerdem, dass die Pflege auch nach Abklingen eines Schubs weitergeführt wird, um die empfindliche und trockene Haut zu stabilisieren.

Den Juckreiz lindern: Ein häufiges Problem von Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern ist, dass die Kinder sich oft unkontrolliert kratzen. Das kann zu offenen und schmerzhaften Wunden führen und den Heilungsprozess stark behindern. Hier gibt es einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können:

  • Kühlung der betroffenen Stellen: Kühlpads oder -gels bieten sich an, um den Juckreiz zu mildern und Ihrem Baby so Erleichterung zu verschaffen.
  • Neurodermitisanzug oder Handschuhe: Vor allem nachts bietet es sich an, dass Sie Ihrem Kind Handschuhe oder einen sogenannten Neurodermitisanzug anziehen, um übermäßigem Kratzen Einhalt zu gebieten.
  • Rezeptfreie Medikamente: In Apotheken gibt es einige rezeptfreie Arzneien, die gegen Juckreiz helfen und die Haut pflegen. Oft werden hier Salben empfohlen, die Harnstoff, Zink oder Hydrocortison enthalten. Auch gibt es speziellen Sirup für Kinder, der das Jucken lindert. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker zu Ihren Optionen beraten.

Neurodermitis Baby: Gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt

Suchen Sie bei den ersten Anzeichen für Neurodermitis bei Ihrem Baby unbedingt einen Arzt auf. Er wird Ihnen helfen können, für Ihr Kind den richtigen Behandlungsansatz zu finden. Außerdem wird er Tests durchführen, um herauszufinden, ob es an Lebensmittel- oder anderen Allergien leidet.

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