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Neurodermitis beim Baby: Warum Ernährung wichtig ist

Neurodermitis bei Babys
Neurodermitis bei Babys Krankheit wird vererbt 00:02:15
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"Zitrusfrüchte bei Neurodermitis vermeiden"

Jedes sechste Kind im Vorschulalter leidet an Neurodermitis und laut einer Forsa-Umfrage ist genau diese Hautkrankheit die größte Angst der Eltern. Aber was tun, wenn das Kind betroffen ist? Wie kann man die Symptome lindern? Eine Hautärztin klärt die wichtigsten Fragen.

Quälendes Jucken, trockene Haut bis hin zu Ekzemen - Folgen von Neurodermitis. Eine Hautkrankheit, die in Schüben verläuft und vererbt wird. Aber vererbe ich Neurodermitis immer an meine Kinder?

"Wenn beide Eltern Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 80 Prozent, dass ihr Kind auch eine von diesen Krankheiten bekommt."

Bei Säuglingen ist Milchschorf, also ein Hautausschlag, ein mögliches erstes Anzeichen für Neurodermitis. Hat ihr Kind die Veranlagung kann Stress oder eine Grippe der Auslöser sein. Aber auch Lebensmittelallergien können die Hautkrankheit begünstigen. Aber haben Neurodermitis-Patienten immer eine Lebensmittelallergie?

"Es ist nicht so, dass jeder, der an Neurodermitis erkrankt ist, auch eine Nahrungsmittelallergie hat. Wenn Kleinkinder oder auch Erwachsene eine stark ausgeprägte Neurodermitis haben, dann sollten sie auf jeden Fall getestet werden und wenn sich dann herausstellt, dass sie eine Allergie haben gegen Milch, Weizenmehl, Soja, Fisch, dann müssen diese Nahrungsmittel gemieden werden. Zitrusfrüchte sollten generell gemieden werden, auch wenn sich keine Allergie feststellen lässt."

Nicht nur das meiden von Lebensmitteln kann Neurodermitis bekämpfen. Aktiv können Eltern ihren Kindern helfen. Aber was genau kann Neurodermitis lindern?

"Wichtig ist eine Basistherapie, die auch fortgeführt werden soll, wenn die Haut wieder gut aussieht. Denn die Haut ist von Natur aus zu trocken. Da brauch man eine ganz intensive Pflege. Und dann unabhängig vom Befund noch eine spezielle Creme, die Zink enthalten kann oder Gerbstoffe oder die auch mal ein schwaches Kortison enthalten kann. wichtig ist auch, dass man etwas gegen den Juckreiz tut, für Kinder gibt es da speziellem Sirup."

Und es gibt auch noch eine Entwarnung von der Hautärztin, denn Neurodermitis bei Kindern verschwindet im Teenageralter ganz häufig spurlos.

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