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Neues Tierschutzgesetz: Das ändert sich beim Haustierkauf

Neues Tierschutzgesetz gilt auch für Hunde
Das sollten Sie beachten, wenn Sie sich einen Hund anschaffen © Picture Alliance

Neues Tierschutzgesetz: Tier mit "Beipackzettel" kaufen!

Haustiere sind bei Kindern nach wie vor sehr beliebt. Viele wünschen sich Kaninchen, Katze oder Wellensittich. Doch bevor man ein Tier kauft, sollte man sich gut über artgerechte Haltung und die richtige Ernährung informieren. Am 1.08.2014 ist ein neues Tierschutzgesetz in Kraft getreten, welches unter anderem zur besseren Haltung von Haustieren dienen soll. Der Verkäufer ist verpflichtet, dem neuen Besitzer eine Art „Beipackzettel“ auszustellen, auf dem wichtige Informationen über das Tier festgehalten werden müssen. Auf diesem Infoblatt stehen dann zum Beispiel Angaben zu angemessener Ernährung, Pflege, artgemäßer Bewegung und der richtigen Unterbringung.

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Tierschützer kritisieren jedoch, dass immer noch zu wenig über die artgerechte Haltung von Tieren aufgeklärt wird. Dass Meerschweinchen zum Beispiel lieber zu zweit gehalten werden sollten oder ein Hund ungerne den ganzen Tag alleine zu Hause ist, fehle meist auf solchen Infoblättern. Daher sollte sich am besten immer noch zusätzlich, zum Beispiel durch Fachliteratur, mit dem Tier beschäftigt werden.

Die zweite Änderung des Gesetzes: Welpen- und Reptilienhändler sowie Hundetrainer sollen besser kontrolliert werden. Menschen, die beispielsweise Wirbeltiere importieren möchten, brauchen nun eine Zusatzerlaubnis. Damit soll vor allem der illegale Handel mit Welpen oder Reptilien gemindert werden. Der deutsche Tierschutzbund in Bonn kritisiert, dass es bereits viele Regelungen zum Import von Wirbeltieren gebe, es jedoch eher an strengeren Kontrollen und höheren Strafen mangele. Menschen, die sich beispielsweise einen Hund anschaffen möchten, sollten Folgendes beachten: Seriöse Händler haben meist nur ein bis zwei, höchstens drei Rassen, die sie verkaufen. Sollte der Händler wesentlich mehr als drei Rassen vertreiben, gibt es einen Grund, misstrauisch zu werden. Eine gute Möglichkeit ist, sich das Muttertier zeigen zu lassen. Ist dies jedoch nicht möglich, kann das ebenfalls ein Zeichen für mangelnde Seriosität des Händlers sein und vom Kauf sollte abgesehen werden.

Eine Sondererlaubnis brauchen nun auch Hundetrainer. Sie müssen bestimme Qualifikationen vorweisen können, um solch eine Erlaubnis zu bekommen. Dies ist ein guter Schritt in Richtung höherer Qualität in Hundeschulen. Der Verbraucher kann so direkt erkennen, was für Qualifikationen der Hundetrainer oder die –schule seiner Wahl vorweisen kann.