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Neuer Trend: Augapfel-Tätowierung

Neuer Trend: Augapfel-Tätowierung

Blaues Auge auf ewig

Es gibt offensichtlich nichts mehr in dieser Welt, was es noch nicht gibt. Dies trifft insbesondere auch für Experimente am eigenen Körper zu. Der Fantasie sind tatsächlich keine Grenzen gesetzt. Das zeigt sich nun am neuesten - durchaus seltsamen - Trend in den USA: dem so genannten Eyeball-Tattoo. Übersetzt: Augapfeltätowierung.

Dabei wird Tinte direkt in den weißen Augapfel injiziert. Motive können nicht eingebracht werden, vielmehr handelt es sich um einen Farbklecks, der neben der natürlichen Augenfarbe der Iris prangt. Wer will, kann auf diese Weise ein blaues Auge fürs Leben bekommen. Andere Spaßvögel sprechen in dieser Sache schon von einem "blauen Star".

Angeblich soll das Tätowieren des Augapfels schmerzfrei sein. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass die gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht bekannt sind. Und dass einen solchen massiven Eingriff am empfindlichen Sehorgan nicht jeder problemlos verträgt, ist gut vorstellbar. Die Gefahren einer solchen Tätowierung sind jedenfalls vielfältig...

Gefahren der Tätowierung

Neuer Trend: Augapfel-Tätowierung

Weil bei einer Augapfel-Tätowierung der Tätowierer mit einer Nadel Farbe in den Augapfel spritzt kann es im Auge zu allerlei unerwünschten Nebeneffekten und auch zu ernsthaften Beeinträchtigungen kommen. Erst einmal gilt: Je intensiver das Endergebnis ausfallen soll, desto mehr Injektionen sind nötig – mit 40 Stichen muss man dann rechnen. Die Farbe verteilt sich um die Iris herum oder sammelt sich am Rand des Augapfels.

Eine fremde Flüssigkeit im Auge fühlt sich ohnehin erstmal befremdlich an. Weiter können aber auch Blutungen, Infektionen, Narbenbildung und Allergien kommen. Auch ein verschwommener Blick ist möglich, wenn das Tattoo zentral auf der Hornhaut gestochen wird. Ohnehin sollte man sich genau überlegen, sein wichtiges Sehorgan einem solchen "Experiment" zu unterziehen.

Wird der Farbstoff unter die Bindehaut gespritzt, verschwindet der farbliche Eindruck, weil der Farbstoff über die Lymphgefäße abtransportiert wird. Wird allerdings direkt die Hornhaut tätowiert, bleibt die Kunst dauerhaft erhalten.

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