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Neuer BMI macht große Menschen schlanker

Neuer BMI macht große Menschen schlanker
Neuer BMI berücksichtigt Körpermasse © Fotolia Deutschland, Uwe Grötzner

Neuer Body Mass Index berücksichtigt Körpermasse

Ein britischer Mathematiker hat eine neue Formel zur Berechnung des Body Mass Index (BMI) entwickelt. Anders als die alte Formel berücksichtigt diese, dass Menschen mit steigender Körpergröße automatisch mehr Masse haben. Nach dieser neuen Art der Berechnung gelten kleine Menschen schneller als übergewichtig, da sie weniger Fettpolster benötigen, als im „alten“ BMI berücksichtigt wurde. Große Menschen dagegen dürfen nach der neuen Formel mehr wiegen als vorher, ohne als zu schwer zu gelten.

Während bei der alter BMI-Formel das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern zum Quadrat geteilt wurde, ist die neue Formel ein klein wenig komplizierter:

Gewicht in kg x 1,3

___________________

Größe in Meter hoch 2,5

Legt man dem BMI die neue Formel des Mathematikers Nick Trefethen zugrunde, profitieren also große Menschen von dem Ergebnis, da ihr BMI unter Umständen deutlich niedriger ist als der BMI nach der ursprünglichen Rechnung. Ist eine Person 1,83 m groß, würde sie nach der neuen Rechnung einen ganzen Punkt auf der BMI-Skala verlieren. Bei beispielsweise 1,53 m kleinen Menschen steigt der Wert dagegen um einen ganzen Punkt.

Experten stellen den BMI als Indikator für Gesundheit schon seit längerem infrage, weil die bloße Errechnung des Body Mass Index das Verhältnis von Muskeln und Fett im Körper außer Acht lässt - so gelten etwa sehr trainierte Sportler mit viel Muskeln laut des herkömmlichen BMI häufig als übergewichtig. Ein BMI zwischen 18.5 und 24.9 ist normal, bei weniger als 18.5 Punkten gilt man als untergewichtig, bei 25 bis 29.9 Punkten als übergewichtig und ab 30 Punkten als fettleibig.

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