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Neue Uniform für Soldatinnen: Schick im Schützengraben

Ein neues Bekleidungskonzept für Soldatinnen bei der Bundeswähr soll moderner sein.
Die Uniform von Soldatinnen bei der Bundeswehr soll zukünftig zeitgemäßer sein. © dpa, Thomas Frey

Handtaschen, Pumps und Umstandsmode für deutsche Soldatinnen

Verteidigungs-Ministerin Ursula von der Leyen hat ein Herz für Frauen im Wehrdienst. Die Damen bei der Bundeswehr müssen künftig nicht mehr in schlecht sitzenden Uniformen stramm stehen, denn sie bekommen eine eigene Mode-Kollektion – inklusive Pumps, Handtaschen und Umstandsmode.

In High Heels an die Front?

Von Christiane Mitatselis
Ob man Ursula von der Leyen mag oder nicht – eines muss man ihr lassen: Sie ist das, was Italiener eine 'Bella Figura' nennen. Die 58-jährige, sechsfache Mutter trägt Kleidergröße 34, sie lächelt gewinnend. Elegant gekleidet und stets makellos frisiert, macht sie immer einen guten Eindruck. Als Verteidigungs-Ministerin mit Sinn für optische Harmonie hat sie nun offenbar einen Missstand ausgemacht.

Ihre armen Soldatinnen müssen in schlecht sitzenden Uniformen den Dienst fürs Vaterland leisten. Das darf nicht sein, von der Leyen hat es sich schließlich auf die Fahnen geschrieben, das deutsche Heer weiblicher zu machen. Es reicht nicht, Kindertagesstätten einzurichten, die Damen müssen sich schön fühlen können, wenn sie an ihren Schießständen ballern oder durch den Schlamm robben.

Deshalb werden die Soldatinnen neu eingekleidet. Das berichtet die Tageszeitung 'Welt'. Die Bundeswehr soll auf Anweisung der obersten Dienstherrin tausende Damen-Handtaschen, Pumps und Sport-BH geordert haben. Es soll zudem Umstandsmode geben. Das Bekleidungskonzept werde komplett überarbeitet und auch in puncto Schnitte und Materialien zeitgemäßer gestaltet, heißt es.

Das Ganze ist wohl noch in der Planungsphase, Details verrät die Armee bisher nicht. Deshalb hier ein kleiner Tipp: Ein skinny Kampfanzug in khaki-Tönen könnte der Hit sein. Schön auf Figur geschnitten, dazu ein mit Nieten beschlagener Patronengurt und angesagte Combat-Boots. Das hätte ein Flair von Lara Croft –  die afghanischen Taliban würden dumm aus der Wäsche schauen, wenn eine solch stylische Bundeswehr-Kämpferin um die Ecke käme. Auf jeden Fall wäre es ein zeitgemäßer Look, die Bundeswehr damit ein Trendsetter. Und sie will ja gerade bei jungen Frauen punkten, um Nachwuchs zu rekrutieren.


Aber wahrscheinlich wird daraus nichts. Bei den Ausgeh-Uniformen zeigt sich das Heer jedenfalls wenig hip: Die Absätze der Pumps dürfen höchstens 4,5 Zentimeter hoch sein, ist zu lesen. High Heels zum engen Ausgeh-Rock wird es also nicht geben. Und es bleibt dabei: Es gibt für Frauen Schöneres, als Soldatinnen zu werden. Das kann auch die adrette Ursula von der Leyen nicht ändern.

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