Neue Benimm-Regeln auf Mallorca: Schluss mit Trinkorgien

Ballermann-Urlauber müssen künftig strikte Regeln befolgen

Mallorca-Urlauber müssen sich ab diesem Sommer auf neue und deutlich strengere Benimm-Regeln einstellen: Der Gemeinderat von Palma hat unter anderem Saufgelage am Ballermann, ruhestörenden Lärm und das Tragen von Badekleidung in der Innenstadt unter Strafe gestellt.

Neue Benimm-Regeln auf Mallorca
Sauforgien am Strand: Den Behörden von Palma de Mallorca reicht es. © picture-alliance/ ZB, Andreas Lander

Die 'Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben', die für mehr Ordnung und Sauberkeit am "Ballermann" sorgen soll, wird einiges für Touristen in Mallorca ändern. Wenn es nach der Regierung geht, soll die Partyinsel nämlich familienfreundlicher werden.

In der Folge werden Strafen für Saufgelage unter freiem Himmel, öffentliches Urinieren und Spucken sowie ruhestörenden Lärm eingeführt.

Auch das Tragen von Badekleidung in der Innenstadt sowie "aggressives Betteln" werden betraft. Zur Verringerung der Straßenprostitution sollen die Freier auch von der Stadt zur Kasse gebeten werden.

Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro. Die Verordnung wurde im Rathaus der Hauptstadt der spanischen Ferieninsel mit den Stimmen der kommunalen Regierung der konservativen Volkspartei (PP) angenommen. Die linke Opposition stimmte geschlossen dagegen.

Mallorca: Strafen für Pöbeltouristen

Wer nun mit Badebekleidung durch die Innenstadt flaniert, riskiert eine Strafe von 50 bis 200 Euro. Auch öffentliches Trinken auf den Straßen und am Strand ist verboten: Bis zu 400 Euro Strafe drohen. Wer am Ballermann auf der Straße spuckt oder Müll achtlos wegwirft, wird mit einem Bußgeld von 50 Euro betraft. Für das öffentliche Urinieren gibt es sogar eine Strafe wieder von bis zu 400 Euro.

Bisher wurden nur Verwarnungen ausgestellt. Ab September sollen allerdings die Sitten-Knöllchen in voller Höhe verteilt werden. Dann wird sich auch zeigen, ob die Änderungen negative oder doch positive Auswirkungen auf die Touristenzahlen haben, was sich die Regierung in Palma wünscht.

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