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Negative Gefühle: Deshalb sollten Sie sie nicht verdrängen!

Negative Gefühle: Deshalb sollten Sie sie nicht verdrängen!
© Berchtesgaden - Fotolia

Kummer, Wut und Enttäuschung können eine positive Wirkung haben

Wenn Ihnen das Herz gebrochen wurde oder Sie gerade Streit mit Ihrem Chef haben, wollen Sie das jetzt sicher nicht lesen: Negative Emotionen sollten Sie zulassen und akzeptieren. Zu diesem Ergebnis kam die Forscherin Gloria Luong des Berliner Max-Planck-Instituts.

Für diese Untersuchung befragte das Team um Luong 365 Personen im Alter von 14 bis 88 Jahren, die in Deutschland leben. Drei Wochen lang füllten die Probanden sechs Mal täglich einen Fragebogen auf ihrem Smartphone aus. Das sollte Auskunft darüber geben, welche Emotionen die Probanden zuletzt erlebt hatten und wie sie ihr körperliches Wohlbefinden gerade wahrnahmen.

Entscheidend bei der Befragung war, ob die Teilnehmer einen Sinn in negativen Emotionen sahen – zum Beispiel, dass Angst einen vor gefährlichen Situationen bewahrt oder Ekel einen davon abhält, verdorbene Lebensmittel zu essen. War das der Fall, litten die Probanden grundsätzlich weniger unter körperlichen und psychischen Beschwerden. Gloria Luong und ihr Team vermuten, dass ein Akzeptieren dieser negativen Gefühle dazu führt, dass sie weniger intensiv auftreten und deshalb weniger belastend wirken.

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