GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Nachtschicht erhöht das Brustkrebs-Risiko

Höheres Brustkrebs-Risiko durch Nachtschicht
Höheres Brustkrebs-Risiko durch Nachtschicht © Fotolia Deutschland

Höheres Brustkrebs-Risiko durch Nachtschicht

Nachtschichten erhöhen offenbar bei Frauen das Brustkrebs-Risiko um 30 Prozent. Das belegt eine französische Studie, die neulich im 'International Journal of Cancer' publiziert wurde.

Dies gilt vor allem, wenn Frauen abwechslungsweise sowohl Tages- als auch Nachtschichten einlegen, oder wenn die Nachtarbeit mehr als vier Jahre dauert. Wenn Frauen vor der ersten Schwangerschaft mit der Nachtarbeit anfangen, erhöhe sich das Risiko sogar um schockierende 50 Prozent. Dann sind die Brustdrüsen nämlich noch nicht voll differenziert und dadurch anfälliger für Störungen, erklärte der Leiter der Studie, Pascal Guénel.

Die Weltgesundheitsorganisation stufte schon vor fünf Jahren Nachtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Sie störe den Hormonkreislauf und bringe den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus vollkommen durcheinander.

Für die Studie untersuchte das Inserm-Institut 2.600 erkrankte und gesunde Krankenschwestern – ein klassischer Nachtschichtdienst-Beruf für Frauen.

Nach Aussagen von Guénel ist Nachtarbeit demnach ein ebenso großer Risikofaktor, wie eine Hormonbehandlung, eine späte erste Schwangerschaft oder eine genetische Vorbelastung.

Anzeige