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Nachgeburtswehen – sind sie sehr schlimm?

Das hilft gegen Schmerzen nach der Geburt
Das hilft gegen Schmerzen nach der Geburt Körper muss sich nach Geburt erholen 00:01:29
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Übungswehen, Senkwehen, Eröffnungswehen, Presswehen, Nachgeburtswehen – ein fast undurchschaubarer Dschungel an unterschiedlichen Wehenformen. Dass bereits vor der Geburt Wehen durch den Körper gehen ist den meisten Schwangeren bewusst. Dass man aber auch nach der Geburt noch Wehen haben kann – nämlich die Nachgeburtswehen – das ist für viele eher überraschend. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu dieser Art von Wehen.

Nachgeburtswehen – was ist das?

Als Nachgeburtswehen werden die Wehen bezeichnet, die erst nach der Geburt des Kindes auftreten. Es sind rhythmische Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Durch diese kommt es zur Ablösung der Plazenta und zur Nachgeburt. Aber auch danach können noch tagelang mitunter leider schmerzhafte Nachgeburtswehen auftreten. Sie entstehen, weil sich die Gebärmutter zurückbildet. Immerhin ist sie durch die Schwangerschaft enorm gewachsen und hat viel leisten müssen.

Die Gebärmutter ist im Normalzustand nur faustgroß und wiegt in etwa 50 Gramm. Gegen Ende der Schwangerschaft hat sie die Größe einer Wassermelone und kann bis zu einem Kilogramm Gewicht haben. Klar, dass das mit viel körperlicher Anstrengung verbunden ist, wenn sie sich wieder in ihren Normalzustand begeben soll. Durch die Kontraktionen wird ihre Tätigkeit wieder angeregt und auch der Wochenfluss wird in Gang gesetzt. Dieser ist besonders wichtig für die Eigenreinigung des Körpers.

Nachgeburtswehen besonders beim Stillen

Viele Frauen liegen nach der Geburt ihres Kindes glücklich im Bett, erschöpft, aber zufrieden. Auch die Schmerzen sind erträglich. Und dann kommt es eben plötzlich beim Stillen: die Nachgeburtswehen setzen ein. Der Grund hierfür liegt im Hormon Oxytozin, dass beim Anlegen des Babys ausgeschüttet wird. Es gibt der Gebärmutter den Befehl, sich zusammenzuziehen. Deswegen beschleunigt das Stillen auch das Zurückkehren zum „alten Körper“ und hilft extrem bei der Rückbildung.

Übrigens: leider werden diese Art der Wehen meistens mit jedem Kind etwas schlimmer, denn die Gebärmutter ist schon vorgedehnt und muss sich deshalb mit jedem Mal noch ein bisschen mehr zurückbilden.

Tipps bei schmerzhaften Nachgeburtswehen

Jede Frau empfindet die Nachgeburtswehen unterschiedlich, für einige sind sie fast so schlimm wie die Wehen während der Geburt. Deshalb hier ein paar Tipps, um sie so gut wie möglich zu überstehen:

  • Wie bei der Geburt gilt: die richtige Atemtechnik erleichtert vieles. Also ruhig bleiben, tief durchatmen und den Schmerz ‚wegatmen‘.
  • Wärme tut gut, deshalb ein Kirschkernkissen warm machen oder eine Wärmflasche nehmen. Ab auf den Bauch damit und ausruhen.
  • Baden ist die ersten Wochen nach der Geburt Tabu, aber ein warmes Duschbad hilft Wunder.
  • Hebammen empfehlen gerne auch das homöopathische Mittel ‚Spascupreel‘. Ebenso können auch ‚Arnica‘ oder ‚Chamomilla‘ helfen.
  • Warmer Tee aus Anis, Fenchel, Kümmel und Majoran wirkt entkrampfend und beruhigt den Bauch. Außerdem ist er gut für die Milchbildung.
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