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Nachbarschaftshilfe: Wer zahlt, wenn es bei einer Gefälligkeit zum Schaden kommt?

Nachbarschaftshilfe & Haftung
Nachbarschaftshilfe & Haftung Nach dem Freundschaftsdienst auch Freunde bleiben 00:01:17
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Der gut gemeinte Freundschaftsdienst: So endet er nicht im Streit

Blumen gießen, weil die Nachbarn schon wieder im Urlaub sind - logo. Beim Kartons schleppen helfen, da Freunde umziehen - na klar. Die Goldfische füttern, da der Junggeselle von nebenan auf Geschäftsreise ist - natürlich. Doch was ist, wenn dabei etwas kaputt geht? Wer haftet im Schadensfall? Was ist beim sogenannten Freundschaftsdienst zu beachten und wie kann ich Streit dabei verhindern?

Nachbarschaftshilfe: Wer zahlt, wenn es bei einer Gefälligkeit zum Schaden kommt?

Rund 12 Millionen Haushalte in Deutschland streiten sich mit ihren Nachbarn. Die Ursachen für den Clinch sind vielfältig. Lärmbelästigung ist dabei der häufigste Grund für die Auseinandersetzungen. Wegen lauten Fernsehern oder dröhnenden Musikanlagen haben 27 Prozent der Deutschen, Stress mit ihren Nachbar. Über Müll und Dreck streiten sich immer noch 19 Prozent und Kinderlärm ist bei 14 Prozent ein Problem.

Doch kann es auch mal schnell zum Zoff kommen, wenn etwas kaputt geht: Man gießt beim Pärchen von Gegenüber die Blumen und KLIRR – fällt aus Versehen die chinesische Vase um. Oder beim Befüllen der Gießkanne wird der Seifenspender umgestoßen. Kann alles passieren! Aber was nun? Wie wird aus einem Freundschaftsdienst kein Freundschaftskampf. Unser Video klärt auf:

Stillschweigender Haftungsausschluss

Das ist das Zauberwort: Stillschweigender Haftungsausschluss heißt, dass der Eigentümer den Schaden übernimmt. Das kann bei einer Gefälligkeit unter Freunden oft der Fall sein. Aber aufgepasst: muss es nicht. Wenn es lediglich um einen zerbrochenen Blumenkübel geht, dann ist der stillschweigende Haftungsausschluss meist gängige Praxis. Kritisch wird es aber, wenn wertvolle und teure Gegenstände zu Bruch gehen. Und wenn es dann vor Gericht geht, bewegt sich der Schädiger letztendlich auf dünnem Eis. Da hilft es dann auch nicht, dass es lediglich eine Nachbarschaftshilfe oder Gefälligkeit war. Daher gilt: Bei unfallträchtigem Freundschaftsdienst, immer im Vorfeld den Schadensfall regeln.

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