Nach Horror-Crash: Fünfjähriges Mädchen rettet eigene Familie

Lexi (5) klettert barfuß eine zwölf Meter tiefe Böschung hoch, um Hilfe zu holen

Es grenzt an ein Wunder, dass Angela Shymanski noch mit ihren beiden Kindern kuscheln kann. Nach einem schweren Autounfall am 8. Juni lag sie ohnmächtig im Fahrzeug, war gelähmt. Sie hat es ihrer erst fünfjährigen Tochter Lexi zu verdanken, dass sie noch lebt. Denn das Mädchen hat wie eine echte Heldin reagiert und ihren erst einige Wochen alten Bruder und ihrer Mutter gerettet.

Horror-Crash
Lexi, Mutter Angela, Baby Peter und Vater Travis Shymanski © © Facebook/Angela Shymanski, facebook/Angela Shymanski

Angela Shymanski hat eine lange Autofahrt vor sich, sie ist wahnsinnig müde. Sie hat mit ihren beiden Kindern die Ferien in der Nähe von Calgary in Kanada verbracht, will jetzt nach Prince George fahren, wo ihr Mann Travis auf die Familie wartet. Die junge Mutter möchte eine Pause in Jasper einlegen, kommt dort aber nie an. 15 Kilometer vor der Ortschaft kommt sie von der Straße ab, ihr SUV fährt eine zwölf Meter tiefe Böschung hinunter und knallt gegen einen Baum.

Angela Shymanski ist ohnmächtig, ihre fünfjährige Tochter ebenfalls. Das Mädchen wacht erst durch die Schreie ihres kleinen Bruders auf. Sie ist unverletzt, öffnet den Sicherheitsgurt ihres Kindersitzes. "Es ist verrückt. Ich kann mich nur an ein oder zweimal erinnern, an denen Lexi sich überhaupt selber abgeschnallt hat", so Angela Shymanski zur kanadischen Zeitung 'metro'.

Lexi klettert barfuß die zwölf Meter tiefe Böschung hoch und hält einen Autofahrer an. Er kann zwar Lexis kleinen Bruder Peter aus dem Auto heben, aber nicht die Mutter. Er klettert die Böschung hoch und hält einen weiteren Autofahrer an. Für die Familie ist es das zweite Wunder: Es ist ein Sanitäter, der sofort erkennt: Der Rücken der Mutter ist gebrochen, sie muss mit Werkzeug aus dem Wagen geholt werden. Eine falsche Bewegung und Angela Shymanski könnte ihr Leben lang gelähmt bleiben.

Die herbeigerufenen Einsatzkräfte seilen sich den Abhang hinunter und bringen die Familie ins Krankenhaus, von dort werden sie nach Edmonton geflogen. Dort wird nicht nur die Mutter operiert. Auch Baby Peter hat eine schwere Hirnblutung und muss behandelt werden. Nach 19 Tagen Krankenhausaufenthalt dürfen alle wieder nach Hause. Vater Travis ist froh, dass seine Familie noch lebt - und sehr stolz auf seine kleine und doch schon so große Tochter Lexi.

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