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Nach Gehaltserhöhung für alle: Harte Zeiten für den coolsten Chef der Welt

Dan Price macht eine schwere Zeit durch

Er verzichtete auf 90 Prozent seines Millionen-Gehalts und versprach all seinen 120 Mitarbeitern einen Mindestlohn von 70.000 Dollar im Jahr. Für seine Großzügigkeit wurde Dan Price, der Firmen-Chef eines Kreditkarten-Unternehmens in Seattle, weltweit gefeiert. Doch jetzt muss er für diesen mutigen Schritt wortwörtlich den Preis zahlen.

Nach Gehaltserhöhung für alle: Harte Zeiten für den coolsten Chef der Welt
Firmen-Chef Dan Price gab 120 Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung

Um über die Runden zu kommen und die angehobenen Gehälter weiterhin auszahlen zu können, hat der 31-Jährige jetzt sein Haus vermietet. "Ich arbeite härter denn je, damit es funktioniert", verrät er im Interview mit 'The New York Times'. "So wenig Geld hatte ich zuletzt in meinen Zwanzigern."

Die Gehaltserhöhung löste nicht bei allen Mitarbeitern Begeisterung aus. So haben zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter gekündigt, weil sie wütend darüber waren, dass weniger gut ausgebildete Angestellte nun das gleiche Gehalt bekommen sollen. Auch einige Kunden sind abgesprungen, weil sie Angst hatten, dass sie mehr Gebühren zahlen müssen.

Damit nicht genug: Lucas Price, der Bruder von Dan Price und Mitbegründer der Firma, hat Klage eingereicht. Er beschuldigt seinen Bruder, jahrelang ein "übertriebenes Gehalt" bezogen zu haben und gegen Vereinbarungen verstoßen zu haben. Dan Price, der 2014 zum 'Unternehmer des Jahres' gekürt wurde, streitet die Anschuldigungen ab. Im April wurde sein Vermögen auf drei Millionen Dollar geschätzt. Davon dürfte nun wohl nicht mehr viel übrig sein.

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