Nach Freitod von Brittany Maynard: Jetzt spricht ihr Mann

Brittany Maynards Mann: "Ich denke jeden Tag an sie"

Weil Brittany nicht auf den qualvollen Tod durch ihren Hirntumor warten wollte, entschloss sie, selbst zu entscheiden, wann sie aus dem Leben scheidet. Vor zweieinhalb Monaten hat sich 29-Jährige mit Sterbehilfe-Medikamenten das Leben genommen. Nun spricht ihr Mann zum ersten Mal über die Zeit nach ihrem Tod.

Jetzt spricht Brittanys Mann
Brittany Maynard nahm sich vor zweieinhalb Monaten das Leben. Nun spricht ihr Mann, Dan Diaz, erstmals im 'People-Magazin' über die Zeit danach.

"Heute ist der Tag, an den ich mit Würde sterben will, angesichts der tödlichen Krankheit, diesem furchtbaren Hirntumor, der mir schon so viel genommen hat – und noch viel mehr genommen hätte." Mit diesen Worten verabschiedete sich Brittany auf ihrer Facebook-Seite von Familie und Freunden. Das teilte ihre Gruppe 'Compassion & Choices' damals mit.

Zurück geblieben sind ihre Hunde und ihr Ehemann. Der bricht nun im 'People-Magazin' (erscheint am Freitag) sein Schweigen und spricht erstmals über die Zeit nach dem Tod seiner geliebten Frau.

"Ich habe gute und schlechte Tage", sagt Dan Diaz. Aber das Gefühl des Verlustes ist allgegenwärtig - gerade wenn ich morgens aufwache und abends, wenn es im Haus ganz leise ist und ich alleine mit den Hunden bin", berichtet der 43-Jährige und fügt an: "Ich denke jeden Tag an sie!"

Brittanys Mann spricht auch über ihren letzten Tag: "Wir sind früh aufgestanden und sie fühlte sich ein wenig komisch. Sie hatte einen kleinen Anfall durch ihre Krankheit. Nach einem solchen Anfall konnte sie nicht richtig sprechen, meistens nur kauderwelsch. Ich sagte, lass uns weiterschlafen. Sie schlief nach ihrem Anfall um sieben Uhr wieder ein und wachte um 9 Uhr oder 9.30 Uhr wieder auf, um zu frühstücken."

"Sie wollte dann spazieren gehen und wir machten gemeinsam mit den Hunden eine kleine Wanderung. Es war ein schöner Morgen", sagt Diaz. Später am Nachmittag wusste Brittany, dass die Zeit gekommen war. Diaz sagte den Menschen Bescheid, die ihr ganz wichtig waren. "Der Anfall am Morgen hat gezeigt, wie krank sie wirklich schon war", sagt er.

"Noch während Brittany die tödliche Dosis Schlafmittel präparierte, lachte und scherzte sie mit ihren Freunden und der Familie. Sie wurde von den Menschen umgeben, die sie geliebt hatte und ist friedlich von uns gegangen – weitere Details sind heilig", sagt Diaz.

Brittany entschied sich vor ihrem Freitod mit ihrer Familie aus Kalifornien nach Oregon zu ziehen, um vom dortigen Sterbehilfe-Gesetz Gebrauch machen zu können. Hier verbrachte sie auch ihre letzten Tage im Kreise ihrer Liebsten.

Anzeige