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Nach Flugzeugabsturz: So erkläre ich es meinen Kindern

Expertin erklärt: Darauf sollten Eltern bei schlechten Nachrichten achten

Es sind Bilder, die beängstigen. Es sind Bilder, die so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Gemeinsam mit ihren Eltern gucken sich Johannes und Katharina die Nachrichten an. Ein Flugzeug ist abgestürzt, dazu noch eins aus Deutschland. 150 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, darunter auch Kinder und eine ganze Schülergruppe. Johannes und Katharina kuscheln sich in die Arme ihrer Eltern, während sie Nachrichten schauen.

Auch wenn die Bilder sie bedrücken, sie wollen sie sehen. Und vor allem wollen sie darüber reden! "Schlimm wär es, wenn sie es heimlich gucken würden und mit keinem drüber reden könnten, was sie empfinden. Sie dürfen ja auch mal weinen. Das ist unsere Welt. Wir können die Kinder nur behüten, wenn wir sie mitnehmen und ihnen zeigen, dass wir zu ihnen stehen."

Damit verhält sich Familie Fischer genau richtig, erklärt Psychologin Elisabeth Raufauff. Denn hat ein Kind vom Absturz gehört, ist es wichtig, seine Angst ernst zu nehmen und konkret darauf einzugehen Dabei ist es ganz egal, wie alt das Kind ist. „Im Grunde genommen ist es wichtig, auf die Fragen der Kinder zu reagieren", sagt die Psychologin. Eltern können mit konkreten Fragen auf die Ängste eingehen: Wie können wir darüber sprechen? Was berührt dich? Was bewegt dich?

Vor allem zu Beginn der Osterferien, wenn eine Flugreise kurz bevor steht, brauchen Kinder ein Gefühl von Sicherheit. Und auch hier sind die Eltern Vorbild, so die Psychologin: "Es gibt den Kindern Sicherheit, wenn die Eltern sicher sind. Wenn die Eltern sagen können, wir fliegen jetzt in den Urlaub, wir haben uns das gut überlegt und wir würden das nicht tun, wenn wir Sorgen hätten, dass uns was passiert, darauf kannst du dich verlassen!"

Familie Fischer will demnächst nach London, für die Kinder ist es der erste Flug. Und deswegen erklären ihre Eltern ihnen auch genau, wie sicher Fliegen ist - und dass solche schreckliche Dinge zwar passieren, aber eben nur ganz selten.

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