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Nach der stillen Geburt: Gedicht eines Papas für Mütter von Sternenkindern

Nach der stillen Geburt: Ein Gedicht eines Papas für Mütter von Sternenkindern
David und Siobhan Monteith zusammen mit ihrem Sternenkind

So machen diese Eltern anderen Betroffenen Mut

Es ist eine herzzerreißende Geschichte. David und Siobhan Monteith haben sich neun Monate lang auf ihre Tochter Grace Dinah gefreut. Doch im Mai 2014 ist ihr kleines Töchterchen kurz vor der Geburt im Bauch der Mutter gestorben. Die Ärzte ermöglichten den Eltern noch einen würdevollen Abschied, doch ihr Leben musste weitergehen. Anfang 2016 hat Vater David bei der Konferenz Women Deliver für Frauenrechte in Kopenhagen ein Gedicht für Mütter von Sternenkindern vorgetragen. Damit berührt er eine Vielzahl an betroffenen Mamas weltweit.

Für die Eltern der Kleinen war Grace Dinah ein Geschenk des Himmels. Doch als die Fruchtblase platze, wickelten sich Teile der Membran um die Nabelschnur ihrer Tochter und schnürten sie ab. Die Blut- und Sauerstoffversorgung wurde so unterbrochen und ihr Töchterchen starb. Die Eltern konnten es kaum fassen, dass ihnen ihre liebe Tochter so entrissen wurde. "Meine tapfere, starke Frau wollte Grace mit Würde und Anmut zur Welt bringen. Sie brachte sie mit so viel Kraft und Entschlossenheit zur Welt. Danach musste sie weitere vier Stunden kämpfen, weil die Plazenta sich nicht lösen wollte. Ich habe nie mehr um meine Frau gefürchtet und sie nie mehr geliebt", so David auf seinem Blog.

"Ich werde auf ewig ihr Vater sein"

Es waren die schlimmsten Stunden für David und Siobhan Monteith, doch sie wollten sich noch in Ruhe von ihrer Tochter verabschieden. Die Ärzte ermöglichten den Eltern in der Nacht der stillen Geburt, mit Grace in einem Zimmer zu schlafen und auch die erste Tochter durfte ihre kleine Schwester kennenlernen. Nachdem die Eltern ihr geliebtes Kind verloren hatten, mussten sie weiter machen und schöpfen Kraft durch die Worte ihres Priesters, der ihnen geraten hat, ihr Mädchen mit Freude im Andenken zu erhalten. Die trauernden Eltern entschlossen sich ihre Geschichte in einem Blog festzuhalten und waren dankbar für so viel Unterstützung anderer Eltern von Sternenkindern.

Vater David hat kurz darauf begonnen um die Welt zu reisen und nun selbst anderen betroffenen Eltern Trost zu spenden. Er verfasste ein rührendes Gedicht, dass er auf der 'Women Deliver'-Konferenz in Kopenhagen vortrug:

"Ihr seid Mütter

Lasst euch von niemandem, nicht mal euch selbst, einreden, es wäre nicht so

Ihr kennt die Schmerzen einer Geburt

Sie sagen, dass man seine Kinder Stück für Stück loslassen muss, ab dem Moment ihrer Geburt, doch ihr musstet das alles auf einmal tun

Ihr seid stark, auch wenn es sich nicht so anfühlt

Ihr seid erfüllt von unermesslicher Liebe, auch wenn es sich so anfühlt, als gäbe es für diese Liebe kein Ziel

Ihr seid erfüllt von Leben, auch wenn es sich ganz trüb anfühlt

Zweifelt nicht daran, auch wenn ihr keinen kleinen Körper in euren Armen halten könnt,

dass ihr Mütter seid –

wundervolle, glorreiche, furchtbar traurige Mütter, die inspirierend sind

Ich verneige mich vor euch."

Wirklich herzergreifend! David hat die Trauer nie losgelassen, doch versucht er an jedem Tag, trotzdem Freude zu empfinden: "Ich denke an Grace und lächle und der dünne Schleier, der meine Traurigkeit verbirgt, wird offensichtlich. Grace Dinah Monteith hat existiert, sie war kein Traum, sie ist meine Tochter und ich werde auf ewig ihr Vater sein."

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