Nach Augenverstümmelung: Neue Augen für Bin (6) aus China?

Bin (6) aus China soll elektronische Augen erhalten

Der sechsjährige Guo Bin aus China ist Opfer einer grausamen Tat geworden: Ihm wurden die Augäpfel herausgeschnitten. Nun scheint es Hoffnung für den Kleinen zu geben, denn ein chinesischer Arzt will ihm künstliche Augen einsetzen.

Unter Verdacht, die grausame Tat begangen zu haben, steht die Tante des kleinen Bin, der aus der chinesischen Provinz Shanxi stammt. Sie soll ihn auf ein Feld gelockt und unter Drogen gestellt haben, um ihm danach beide Augen auszustechen. Die Augäpfel wurden in der Nähe des blutüberströmten Jungen gefunden. Das Motiv für die Tat ist noch nicht geklärt. Ein angeblicher Streit um die Betreuung des Großvaters könnte zu der Tat geführt haben. Die mutmaßliche Täterin kann aber nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, sie hat sich inzwischen umgebracht.

Augen-OP: Wird Bin wieder sehen können?

Der kleine Guo Bin kann jetzt darauf hoffen, in Zukunft wenigstens wieder teilweise sehen zu können. Ein Arzt aus Hongkong will dem chinesischen Jungen elektronische Augen einsetzen. Durch diese künstlichen Implantate soll Bin zumindest Umrisse erkennen können. Der Mediziner, der für diese Operation kein Geld von den armen Eltern haben will, schätzt, dass Bin in etwa zehn Jahren dank medizinischer Fortschritte 20 bis 40 Prozent seines Augenlichts wiedererlangen könnte. Schon jetzt arbeiten Experten an einer Brille, die dem Jungen in Zukunft helfen könnte. Diese Brille würde mit dem Gehirn eines Sehgeschädigten verbunden werden und so könnten Teile des Sehvermögens wieder hergestellt werden.

Auch von anderer Seite erhält der kleine Chinese viel Hilfe. Umgerechnet 100.000 Euro sollen bereits gespendet worden sein. Mittlerweile hat sich der kleine Chinese wieder ein wenig aufgerappelt und tastet sich durch die Gänge des Krankenhauses. Bleibt zu hoffen, dass für den kleinen Bin tatsächlich ein medizinisches Wunder geschieht und er nicht nur wieder sehen kann, sondern auch den Schock dieser Tragödie irgendwann verkraftet hat.

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