Nach Attentaten in Deutschland: Ist unsere Willkommenskultur am Ende?

Das sagen das Ausland und unsere Zuschauer dazu
Das sagen das Ausland und unsere Zuschauer dazu Deutsche Flüchtlingspolitik Schuld an Attentaten? 00:01:27
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Die Attentäter in Würzburg, Reutlingen und Ansbach waren Flüchtlinge

Angela Merkel sagte noch 2015 über ihre Willkommenskultur in der Flüchtlingspolitik: „Wir schaffen das!“. Ein Satz, der sich durch ihre Reden gezogen und im Kopf der Bürger eingebrannt hat. Spätestens nach den drei Anschlägen der letzten Woche in Würzburg, Reutlingen und Ansbach fragen sich jedoch viele Menschen, ob die Aufnahme so vieler Flüchtlinge in Deutschland ein Fehler war. Bei allen drei Gewalttaten waren die Täter nämlich Flüchtlinge.

Warum werden Flüchtlinge in Deutschland zu Attentätern?

Die Geschichte jedes Flüchtlings ist anders. Für fast alle von ihnen gilt allerdings, dass sie zu Hause schreckliche Bilder und Ängste ausstehen mussten, bevor sie eine Flucht unter menschenunwürdigen Bedingungen auf sich genommen haben. In ihrem Zielland angekommen, leben sie dann auf geringem Raum in provisorischen Flüchtlingsunterkünften, bevor sie überhaupt erfahren, ob sie dort leben und arbeiten dürfen.

Psychiater Ulrich Hegerl, Direktor der psychiatrischen Klinik am Uniklinikum Leipzig, glaubt, dass die psychische Belastung zwar oft der Grund für Selbstmordgedanken, jedoch noch nicht Schuld am Terror ist. „Depressionen führen nicht dazu, dass man aggressiv gegen andere wird“, so der Experte. Es sei ja gerade das Kennzeichen einer Depression, dass die Betroffenen unter Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen litten.

Für ihn sind viel mehr Persönlichkeitsstörungen, die zum Beispiel durch eine traumatisierte Kindheit oder die Situation wie zum Beispiel Krieg im Heimatland hervorgerufen werden, eine Erklärung für ein mögliches Konvertieren zum IS oder auch die Ausführung eines Attentats.

Führte die Willkommenskultur zu der aktuellen Terrorangst in Deutschland?

Wir haben unsere Follower bei Facebook gefragt, ob sie noch an Merkels Flüchtlingspolitik glauben. Die Antwort war deutlich: 93 Prozent der Teilnehmer unserer Facebook-Umfrage glauben nicht mehr an Merkels Devise. "Es ist alles viel zu weit fortgeschritten, um noch irgendwas schaffen oder retten zu können. Ich habe Angst um meine Familie", schreibt eine Userin. "Danke, Frau Merkel, dass die den Terror zu uns gebracht haben", schreibt eine andere, die unserer Bundeskanzlerin damit klar die Schuld an den Terroranschlägen gibt. "Wir gehen untern in unserem Land. Haben zu viel zugelassen", lautet eine andere Stimme.

Nur sehr wenige User teilen dabei die Meinung von Bundesinnenminister Thomas de Maizère, der der Flüchtlingspolitik unserer Bundesregierung den Rücken stärkt. "Ich verstehe, dass viele Menschen beunruhigt sind und sich Sorgen machen. Aber ich bleibe dabei: Wir sollten unser Verhalten nicht ändern", sagte er. Er könne nicht erkennen, dass die Deutschen voller Angst seien. Nur schwache sieben Prozent unserer User glauben allerdings daran, dass das noch eine gute Idee ist.

Wie die deutsche Flüchtlingspolitik nach den Anschlägen in Deutschland im Ausland bewertet wird und warum viele Deutsche trotzdem noch an unsere Flüchtlingspolitik glauben, sehen Sie im Video.

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