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Nach Ärztefehler bei Mandel-OP ist Bahar Torun (20) schwerbehindert

Ein Routineeingriff mit tragischen Folgen

Was normalerweise als Routineeingriff gilt, endete im Fall von Bahar Torun katastrophal: Seit ihrer Mandeloperation vor elf Jahren ist die 20-Jährige schwerbehindert - weil die Ärztin einen Fehler machte.

Im Alter von neun Jahren wurden dem Mädchen die Mandeln entfernt, doch nach der OP bekam sie Nachblutungen und musste notoperiert werden. Beim Intubieren machte die Assistenzärztin einen Fehler, weshalb in Toruns Lunge Blut gelangte: Das Herz des Mädchens blieb stehen, ihr Hirn bekam zu wenig Sauerstoff. Nach der Operation lag Torun neun Monate im Koma.

Seitdem ist die junge Frau zu hundert Prozent schwerbehindert. Damals war sie Klassenbeste, heute kann sie sich nur schwer konzentrieren und ist sehr vergesslich. Hinzu kommt der Haarwuchs, der eine Nebenwirkung der starken Medikamente ist, die Torun nehmen muss. Ihre Mutter kündigte ihren Job, um ganz für ihre Tochter da sein zu können.

Mit ihrer Geschichte geht Bahar Torun bewusst an die Öffentlichkeit: "Ich möchte zeigen, dass man kämpfen soll, nicht das man da so einfach kommt und sagt: 'ja ich bin so, ich kann nicht's für tun'. Denn man kann was für tun."

In unserem Video erfahren Sie von Fachanwältin für Medizinrecht Sabrina Diehl, was Sie in solch einem Fall am besten tun.

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