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Nabelbruch: Schwangere erfährt durch das Internet von ihrer Nabelhernie

Nabelbruch in der Schwangerschaft: Was ist zu tun?

Eine schwangere Frau zeigt ihren Bauch. Soweit nichts Ungewöhnliches. Aber beim Herausstrecken des Bauches wölbt sich eine große Beule über dem Bauchnabel. Diese Szene wird von ihrem Freund gefilmt, der das Video bei der Plattform ‚Reddit‘ hochlädt. Es wird rege kommentiert - doch ein Kommentar macht ihn stutzig: „Das sieht nach einem Nabelbruch aus. Wenn das deine Frau ist, bring sie zum Arzt. Heute!“ Aber was ist ein Nabelbruch - auch Nabelhernie genannt - eigentlich?

Ein schwangerer Bauch
Vorsicht bei einem Nabelbruch © dpa, Felix Heyder

Ein Nabelbruch in der Schwangerschaft ist nichts Ungewöhnliches. Bei Schwangeren tritt er häufig auf, weil sich die Bauchdecke dehnt und die Bauchmuskeln auseinanderdriften. Die Beule entsteht, weil in der Schwangerschaft der Nabel nicht nur komplett verstreicht, sondern sich eine Lücke in der Bauchwand bildet. An dieser Stelle drückt sich dann das Innere nach außen. Dies sollte in der Schwangerschaft und auch bei der Geburt jedoch keine Probleme machen.

Tritt ein Nabelbruch in der Schwangerschaft auf, kann man erstmals nichts tun. Sollte die Stelle weh tun oder sich blau färben, sollten Frauen auf jeden Fall zum Arzt. Im schlimmsten Fall kann sich das Darmgewebe nämlich eingeklemmt haben. Und dann wird es brisant, denn so kann das Darmgewebe nicht richtig durchblutet werden und stirbt im schlimmsten Fall ab.

Tritt ein Nabelbruch also bei Babys auf, muss schnellstmöglich gehandelt werden.

Nabelbruch NACH der Schwangerschaft

Wenn der Nabelbruch in der Schwangerschaft und unter der Geburt keine Probleme bereitet und auch danach nicht schlimmer wird, kann es sein, dass er wieder von allein verschwindet. Dann ist Rückbildungsgymnastik wichtig, denn die hilft dabei, dass die Bauchmuskeln das Innere halten.

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