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Mythen rund um Schokolade: Macht Schokolade wirklich glücklich?

Ist weiße Schoki gesünder als dunkle?
Ist weiße Schoki gesünder als dunkle? Schokoladen-Mythen im Check 00:02:29
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Schokolade: Was bewirkt die süße Verführung wirklich?

Als Figurkiller gehasst, als Genussmittel gegen Frust, Liebeskummer oder Stress heiß geliebt: Es gibt nur wenige Menschen, die keine Schokolade mögen. Und die zartschmelzende Versuchung ist nicht nur lecker, sondern aufgrund von den im Kakao enthaltenen Polyphenolen und Flavonoiden auch gesund. Doch einige Fragen rund um die zarteste Versuchung der Welt halten sich hartnäckig. Ist weiße Schokolade gesünder als braune? Und macht Schokolade Lust auf Sex? Wir klären einige der Mythen auf!

Mythos 1: Macht Schokolade glücklich?

Fest steht: Wenn man Schokolade wirklich liebt, genießt man auch den Moment, in dem man sie isst - und dass weckt positive Gefühle. Die Frage ist: Beinhaltet Schokolade auch nachweislich Stoffe, die Glücksgefühle hervorrufen können?

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Schokolade zwar wirklich Stoffe enthält, die Glücksgefühle auslösen können - doch die Konzentration dieser Stoffe in der Schokolade ist derart gering, dass man 100 bis 1000 Kilogramm davon essen müsste, um eine Wirkung spüren zu können. Und das würde wiederum andere Probleme mit sich führen.

Mythos 2: Wirkt sich Schokolade positiv auf die Schwangerschaft aus?

Gute Nachrichten für Schwangere: Einer Studie der Universität Laval in Quebec/Kanada zufolge fördern etwa 30 Gramm dunkle Schokolade pro Tag die Entwicklung des Fötus. Demnach fördern die in dunkler Schokolade enthaltenen Flavonoide die Durchblutung der Plazenta. Das wiederum habe einen positiven Effekt auf das Wachstum und die Entwicklung des Fötus. Von einem höheren Schokoladenkonsum raten die Wissenschaftler allerdings ab: Denn die Folgen des hohen Fett- und Zuckergehalts überwiegen dann doch den Nutzen.

Schokolade mit hohem Kakaogehalt schützt das Herz

Mythos 3: Ist weiße Schokolade gesünder als braune?

Nein, ist sie definitiv nicht. Erstens ist der Fettgehalt bei weißer Schokolade höher und zweitens enthält die weiße im Gegensatz zu der braunen keine Kakaomasse - doch gerade in der Kakaomasse findet man die sogenannten Polyphenole, die gesundheitsförderlich wirken.

Mythos 4: Ist dunkle Schokolade gut fürs Herz?

Wissenschaftlich belegt ist, dass bittere Schokolade das LDL-Cholesterin und den Blutdruck senkt. Polyphenole aus der Kakaomasse wirken anti-entzündlich und anti-thrombotisch. Davon profitiert auf Dauer der gesamte Stoffwechsel.

Mythos 5: Macht Schokolade süchtig?

Wovon Schoki-Liebhaber überzeugt sind, lässt sich nur teilweise bestätigen. Obwohl Schokolade tatsächlich Stoffe enthält, die drogenähnliche Wirkung haben, sind diese zu gering dosiert, um körperlich abhängig zu machen. ABER: Verschiedene Studien konnten nachweisen, dass Schokolade psychisch abhängig macht. Obwohl den Probanden sämtliche in der Schokolade enthaltenen Substanzen in anderer Form zugeführt wurden, konnte das Verlangen nach Schokolade dadurch nicht gestillt werden.

Mythos 6: Wirkt Schokolade wie ein Aphrodisiakum?

Nein. Die Wissenschaft konnte unter den Inhaltsstoffen der Schokolade bisher keine Stoffe finden, die eine aphrodisierende Wirkung hätten.

Doch auch wenn Schokolade kein Wundermittel ist: Den Genuss und den einzigartigen Geschmack kann der Schokolade keiner nehmen.

Fazit: Obwohl Schokolade viele potenziell wirksame Substanzen enthält, haben diese in den seltensten Fällen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Der Grund liegt in der geringen Dosis dieser Substanzen in Schokolade.

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