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Myome: Was steckt hinter den Wucherungen in der Gebärmutter?

Myome: 40 Prozent der Frauen unter 40 betroffen
Myome: 40 Prozent der Frauen unter 40 betroffen Sind diese Wucherungen gefährlich? 00:02:17
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Bei etwa 15 bis 25 Prozent aller Frauen im gebärfähigem Alter entwickeln sich gutartige Gebärmuttertumore: sogenannte Myome. Ein Myom muss aber keine Beschwerden auslösen. Etwa jede Vierte lebt damit, ohne es zu bemerken. Doch manchmal kann es auch Symptome auslösen oder eine Empfängnis verhindern. Dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Erfahren Sie hier alles, was Sie über Myome wissen sollten.

Jede zweite Frau bekommt Myome

Meistens entwickeln sich Myome zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Sie treten in der Muskelschicht der Gebärmutter auf: Ärzte sprechen daher vom 'Uterus myomatosus'. Schmerzen haben Betroffene meist nicht. Erst wenn ein Myom auf Nervenenden oder benachbarte Organe drückt, kann es Schmerzen hervorrufen.

Meist entdecken Gynäkologen sie eher zufällig bei Ultraschalluntersuchungen. Sie wachsen langsam, manchmal entsteht nur ein einzelnes Myom, oft aber gleich mehrere. Die Größe dieser Knoten reicht von unter einem Millimeter bis zu rund 20 Zentimetern.

Ursachen für Myome noch nicht geklärt

Was genau die Ursachen für Myome sind, ist bisher noch ungeklärt. Gewiss ist, dass Hormone für das Entstehen verantwortlich sind. Auch wird vermutet, dass die Gene Einfluss darauf nehmen, ob bei einer Frau Myome entstehen, da Töchter von Myom-Betroffenen auch oft welche entwickeln.

In den Wechseljahren bilden sich Myome in der Regel zurück, da sich hier der Hormonhaushalt von Frauen maßgeblich verändert.

Myom: Das können Symptome sein

Hin und wieder treten bei Myomen Symptome auf, die sich wie folgt äußern können:

Seltener:

  • Verstärkter Harndrang
  • Verdauungsprobleme in Form von Verstopfungen
  • Druck- und Fremdkörpergefühl

Myome können in einigen Fällen außerdem das Schwanger werden erschweren. Sollten Sie also Schwierigkeiten haben, Ihren Kinderwunsch zu erfüllen, könnte ein Myom schuld sein, das zum Beispiel die Einnistung der Eizelle verhindert.

Diese Myom-Arten gibt es

Intramurales Myom: die häufigste Art des Myoms. Es wächst innerhalb der Muskelschicht des Uterus

(Gestieltes) subseröses Myom: Wachsen in der äußeren Gebärmutterschicht und können unter Umständen nur durch einen Stiel mit dem Uterus verbunden sein

Submuköses Myom: Dieses Myom wächst in die Gebärmutterschleimhaut hinein

Transmurales Myom: Wächst durch alle Gebärmutterschichten

Zervixmyom: Wächst in der Muskelschicht des Gebärmutterhalses

Intraligamentäres Myom: Wächst neben der Gebärmutter

Therapierung von Myomen

Wenden Sie sich bei Symptomen unbedingt an Ihren Frauenarzt. Er kann abklären, ob Sie Myome haben und wie sie am besten therapiert werden sollten.

Werden Myome diagnostiziert, die keine Beschwerden auslösen, wird häufig zunächst von einer Behandlung abgesehen. Denn oft bilden sich die Wucherungen von alleine zurück.

Zeigt eine Frau jedoch Symptome oder hat aufgrund der Myome Schwierigkeiten schwanger zu werden, sind zum Beispiel folgende Behandlungsmöglichkeiten möglich:

Medikamentöse Behandlung: Hier werden in der Regel Hormonpräparate verabreicht, die das Wachstum des Myoms hemmen. Nachteil: Wenn die Medikamente abgesetzt werden und sich der Hormonhaushalt wieder einpendelt, wachsen die Myome weiter.

Ausschälung: Hier werden die Myome operativ unter Vollnarkose entfernt. Je nachdem wo die Wucherungen auftreten, wird eine Gebärmutterspiegelung oder eine Bauchspiegelung vorgenommen. In der Regel bleibt der Uterus vollkommen intakt und die Frau kann anschließend noch Kinder bekommen.

Gebärmutterentfernung: Bei starken Beschwerden, sehr stark wachsenden oder vielen Myomen, wird manchmal eine Gebärmutterentfernung empfohlen. Schwanger werden ist für die Frau danach nicht mehr möglich.

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