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Muttermilch mit Wasser strecken: Unter sechs Monaten droht Wasservergiftung

Babys unter 6 Monaten niemals Wasser geben

Lauren Fristed aus dem US-Bundesstaat Georgia hatte nicht genug Muttermilch für ihre zehn Wochen alte Tochter. Und weil das Geld für Milchpulver knapp war, entschied sich die 25-Jährige, die Muttermilch mit Wasser zu verdünnen. Ein tödlicher Fehler!

Denn bekommen Babys unter sechs Monaten zu viel Wasser, besteht die Gefahr einer Wasservergiftung. So wie im Fall der kleinen Tochter von Lauren, berichten amerikanische Medien. Die kleine Nevaeh erlitt im März diese Wasservergiftung und starb. Die Eltern müssen sich nun vor Gericht verantworten. Fakt ist, dass Babys an heißen Tagen zwar mehr Flüssigkeit brauchen, aber eben kein reines Wasser trinken sollen. Häufigeres Stillen oder Milchersatznahrung reicht aus, um Babys Durst zu stillen. Mehr interessante Fakten erfahren Sie in unserem Video.

Die Nieren von Säuglingen arbeiten im ersten Lebensjahr noch nicht korrekt. Trinken sie zu große Mengen Wasser, können die Nieren diese Mengen nicht schnell genug verarbeiten und ausscheiden. Der Körper spült damit eine große Menge Natrium ins Blut. Die Folge: Die Babys werden benommen, reizbar, der Körpertemperatur sinkt und das Gesicht schwillt an. Kommt der Haushalt von Salz und Wasser nicht wieder ins Gleichgewicht, endet die Wasservergiftung tödlich.

Babys trinken die Milchmenge, die sie brauchen

Die meisten Babys trinken immer so viel Mutter- oder Ersatzmilch, die sie brauchen. Das Risiko für eine Wasservergiftung geht bei Kindern zwischen sechs und zwölf Monaten zurück, wenn sie bereits feste Nahrung bekommen. Spätestens mit Ende des ersten Lebensjahres sind die Nieren dann auch voll ausgebildet, um Salz- und Wassergehalt besser auszugleichen.

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