Mutter rettet ihren Sohn vor dem Feuer - und ist jetzt gelähmt

Christina rettet Camron das Leben

Christina Simoes steht mit ihrem kleinen Sohn Camron am Fenster im dritten Stock. Ihr Wohnhaus steht lichterloh in Flammen, beißender Qualm dringt schon durch die Wohnungstür. Verzweifelt wartet sie auf Hilfe, aber es kommt niemand. Da fasst die junge Mutter einen Entschluss: Sie springt aus dem dritten Stock, ihr Kind (18 Monate) hält sie dabei im Arm. Leider stürzt Christina unglücklich und verletzt sich dabei an der Wirbelsäule: Bis heute ist sie gelähmt und niemand weiß, ob sie jemals wieder laufen kann.

Mutter rettet ihren Sohn vor dem Feuer - und ist jetzt gelähmt
© Das ist der 18 Monate alte Camron

"Mir geht es nicht all zu gut, aber ich lebe": Das ist Christinas Telefon-Botschaft aus dem Krankenbett. Dass Camron völlig gesund ist, verdankt er allein seiner Mutter und ihrer mutigen Entscheidung auf Leben und Tod. Und so erinnert sie sich noch an den 7. Mai 2014, den bislang schlimmsten Tag in ihrem Leben: "Ich ließ meine Beine aus dem Fenster hängen, schnappte mir Camron und hielt ihn so fest ich konnte. Dann gab ich ihm einen Kuss, sagte ihm, dass ich ihn liebe und sprang."

Die Amerikanerin ließ sich auf den Rücken fallen, um Camron zu schützen. Bei dem Aufprall wird Chrstinas Wirbelsäule schwer verletzt - sie spürt ihre Beine nicht mehr. "Es fielen Trümmerteile auf uns herab und ich robbte auf den Ellbogen vom brennenden Haus weg.", schildert die mutige Frau die Ereignisse weiter.

Camron überlebt den Sturz fast unverletzt. Er hat nur eine Beule am Kopf, während seine Mutter vielleicht nie wieder richtig laufen kann. Dennoch sagt sie: "Das war es wert, weil es ihm gut geht." Und damit es Christina besser geht, sammeln Amerikaner, die ihre Geschichte mitbekommen haben, fleißig Geld für sie. Rund 38.000 Dollar sind an Spenden zusammengekommen. Wir drücken Christina die Daumen, dass die Summe für eine Behandlung reicht, die ihr das Gehen wieder ermöglicht.

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