Mutter müllt Wohnung zu: 15-Jähriger aus Messie-Wohnung geholt

Mieterin entpuppt sich als Messie

Silke Behr wollte ein bisschen ihre schmale Haushaltskasse aufbessern. Deshalb hat sie im 1. Stock ihres Elternhauses eine Wohnfläche vermietet. Weil sie Harriet H., die dort mit ihrem Sohn Vincent (15) einzieht, besonders mag, reduziert sie sogar den Preis. Nur vier Monate später ist die Wohnung komplett zugemüllt.

Messiewohnung: Leider keine Seltenheit.
Messiewohnung: Hier musste Vincent leben.

Alte Pizzakartons, Essensreste, dreckige Konservendosen: In der Küche sieht man vor lauter Dreck den Fußboden nicht mehr. Das gleiche Bild im Schlafzimmer. Direkt neben dem Bett stapeln sich Pfandflaschen. Seit vier Monaten bewohnt Harriet H. die Wohnung mit ihrem 15-jährigen Sohn Vincent. Vermieterin Silke Behr wohnt nur eine Etage tiefer. Sie muss tatenlos zusehen, wie Harriet die Wohnung gnadenlos zumüllt. „Das bereitet mir schlaflose Nächte. Ich weine auch sehr viel. Ich habe Angst, weil ich in dieser Situation alleine bin“, sagt die verzweifelte Frau.

Anfangs machen die Vermieter auf Silke Behr einen ordentlichen und korrekten Eindruck - doch nach nur wenigen Wochen entdeckt sie stinkende Müllberge in der Mietwohnung - auch im Kinderzimmer des Jungen. Silke fürchtet sich vor den Wutausbrüchen ihrer Mieterin. Sie hat zunehmend Angst in ihrem eigenen Haus. Und auch um Vincent, den Sohn von Harriet H., macht sie sich große Sorgen. Wenn sie nachts alleine in der Wohnung ist, bekommt sie kein Auge mehr zu.

Auch das Jugendamt wurde nun auf die 34-jährige Messie-Mutter aufmerksam. Der 15-jährige Vincent wurde ihr jetzt weggenommen und wohnt in Köln bei seiner Oma. Die Messie-Mutter wird die Wohnung hingegen wohl nicht freiwillig verlassen. In dem Fall kann wohl nur noch der Gerichtsvollzieher helfen. Bis das aber amtlich ist, geht der Mieterhorror für Silke Behr weiter. Immerhin für Vincent hat der Alptraum Müllwohnung endlich ein Ende gefunden.

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