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Mutter erleidet Totgeburt - doch sie fordert: Sprecht über die stille Geburt!

Eltern nehmen Abschied von Kind
Eltern nehmen Abschied von Kind Baby stirbt noch vor der Geburt 00:01:01
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Baby Harlee ist tot auf die Welt gekommen

"Fragt nach meinem kleinen Engel", bittet Jemma Bennett aus Barnstaple in England. Dazu veröffentlichte die 31-Jährige Bilder von sich und ihrem Sohn - mit einer traurigen Besonderheit: Harlee ist tot auf die Welt gekommen. Und das verschwieg jeder um sie herum - aus Rücksicht. Bis sie es nicht mehr aushielt.

Als hätte es Harlee nie gegeben

Es war ein Albtraum für die Vierfachmutter. In der 37. Schwangerschaftswoche musste sie den kleinen Harlee ohne Herzschlag auf die Welt bringen. Eine 'stille Geburt'. Für die Familie war es hart, mit dem Verlust umzugehen. Doch was Jemma zudem sehr traf war, wie andere Menschen damit umgingen: "Die Leute versuchen Smalltalk zu halten, als wäre ich nie schwanger gewesen. Keiner fragt, was passiert ist, mit keinem Wort", sagte sie in einem Interview mit der 'Daily Mail'.

Mütter, die eine stille Geburt erleiden: Ihr seid nicht allein!

Weil Menschen Angst haben, etwas Falsches zu sagen, sagen sie lieber gar nichts. Das tut der 31-Jährigen weh. Es stört sie, das Menschen einen Unterschied machen und so tun, als hätte es totgeborene Babys nie gegeben. "Mütter wie ich, die eine Totgeburt durchmachen mussten, werden anders als andere Mütter behandelt." Deswegen möchte Jemma ein Bewusstsein dafür schaffen und zeigen: Mütter, die eine stille Geburt erleiden: Ihr seid nicht allein! Mit ihrer offensiven Aktion will sie Menschen ermutigen, über die stille Geburt zu sprechen.

Jemma erlitt eine vorzeitige Plazentalösung

Harlee starb, weil Jemma eine vorzeitige Plazentalösung erlitten hatte. Wenn dies eintritt, löst sich die Plazenta schon während der Schwangerschaft von der Gebärmutter. Normalerweise passiert dies erst nach der Geburt des Kindes, im Rahmen einer Nachgeburt. Geschieht das jedoch während der Schwangerschaft, kann es zur Unterversorgung des Kindes kommen, denn: Der Stoffwechsel von Mutter und Kind wird unterbrochen. Die vorzeitige Plazentalösung kommt nur sehr selten vor: bei nur ungefähr einem Prozent der Schwangerschaften, wie das Charity-Portal 'Tommy's' berichtet.

Jemma und ihr Partner konnten in Ruhe Abschied nehmen

Dabei lief Jemmas Schwangerschaft eigentlich glatt - bis sie einige Stunden vor der tragischen Geburt plötzlich einen intensiven Schmerz wahrnahm. "Ich dachte, es waren Wehen. Nur dann hörte der unerträgliche Schmerz nicht auf." Sofort kam sie in eine Klinik. "Der Arzt brauchte nichts sagen. Ich sah es in seinem Gesicht." Dann wurde ihr Ahnung traurige Gewissheit: Der Arzt konnte keinen Herzschlag feststellen.

Wie Jemma und ihr Partner den schlimmen Moment erlebten und wie sie Abschied von ihrem Harlee nahmen, sehen Sie im bewegenden Video.

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