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Muss ich wirklich täglich an Verhütung denken?

Die richtige Verhütungsmethode
Anzeige: Pille, Ring oder Verhütungspflaster: Welche Methode passt zu mir? © Getty Images

Stellt sich mitten in den schönsten Momenten zu Zweit plötzlich die Frage nach der Verhütung, ist die Stimmung schnell dahin. Der Kopf ist nicht mehr frei, die Gedanken kreisen plötzlich nur noch um die eine Frage: Habe ich oder habe ich nicht? Eine zuverlässige Verhütung ist modernen Frauen wichtig. Aber täglich daran denken, möchten die wenigsten. Immerhin haben 38 Prozent der Frauen, die auf die Pille setzen, die tägliche Anwendung schon einmal vergessen. Diesen Frauen kommen Methoden entgegen, die sie nicht täglich anwenden müssen.

76 Prozent der Frauen nutzen eine Verhütungsmethode. Eine Studie in elf europäischen Ländern mit mehr als 18.000 Teilnehmerinnen hat gezeigt, dass eine Beratung durch den Frauenarzt bei der Auswahl eines Verhütungsmittels hilfreich ist: Nach der ausführlichen Information über die Pille, den Verhütungsring und das Verhütungspflaster hat fast die Hälfte der Teilnehmerinnen eine andere Methode gewählt als zuvor geplant.

Kopf frei mit Verhütungsring und Co.

Viele Frauen entschieden sich nach der Beratung für eine Methode, die sie nicht täglich anwenden müssen. Die Verwendung des Verhütungspflasters, das einmal wöchentlich auf die Haut geklebt wird, stieg von fünf Prozent auf acht Prozent, die Verwendung des monatlich anzuwendenden Verhütungsrings vervierfachte sich fast von acht auf 30 Prozent.

Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl einer Verhütungsmethode sind ein zuverlässiger Empfängnisschutz und eine einfache und bequeme Anwendung. Wie die Pille setzen der Verhütungsring und das Verhütungspflaster bei der empfängnisverhütenden Wirkung auf eine Kombination von Sexualhormonen, einem Östrogen und einem Gestagen. Beim Verhütungsring sind diese Hormone in einen weichen, biegsamen Ring eingebettet. Sie werden über einen Zeitraum von drei Wochen kontinuierlich abgegeben und gelangen über die Scheidenschleimhaut in den Blutkreislauf. Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit ist der Verhütungsring mit anderen kombinierten hormonellen Verhütungsmethoden vergleichbar. Mit einem Pearl-Index unter 1 gilt er als zuverlässig. Da die Hormone den Magen-Darm-Trakt nicht passieren, ist der Empfängnisschutz auch bei Durchfall und Erbrechen nicht gefährdet.

Den Verhütungsring führt die Anwenderin einmal im Monat in die Scheide ein, wo er dann für drei Wochen verbleibt. Es folgt eine ringfreie Woche, in der der empfängnisverhütende Schutz erhalten bleibt und es zur Regelblutung kommt. In einer Befragung von über 2.000 Frauen gaben nahezu alle an, dass der Ring einfach anzuwenden sei.

Wie auch bei anderen kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln kann es beim Verhütungsring zu Nebenwirkungen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen oder Hautunreinheiten kommen. Besonders zu achten ist auf Blutgerinnsel (Thrombosen). Einige Frauen dürfen kombinierte hormonelle Verhütungsmittel aufgrund persönlicher Risikofaktoren für Thrombosen oder bei einigen Erkrankungen (z.B. Thrombosen, Migräne, Lebererkrankungen oder bestimmten Tumoren) nicht anwenden. Daher verordnet sie der Frauenarzt erst nach einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Und was möchten Sie aus dem Kopf haben? Über verschiedene hormonelle Verhütungsmethoden, die nicht täglich angewendet werden müssen, informiert die Firma MSD auf ihrer Website www.ausdemkopf.de

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