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Mundgeruch: Ursachen kennen und schlechten Atem bekämpfen

Mundgeruch: Das steckt hinter schlechtem Atem!
Was auch immer der Grund für den Mundgeruch ist: Erst wenn die Ursache geklärt ist, können Sie das Problem auch erfolgreich angehen.

Spucke gegen Mundgeruch - hört sich ekelig an, hilft aber

Mundgeruch ist unangenehm. Häufig wissen die Betroffenen gar nicht, dass sie darunter leiden. Und den Mitmenschen fällt es meist schwer, das Thema anzusprechen, weil sie nicht wissen, wie. Dabei ist es wichtig, der Ursache für den schlechten Atem auf den Grund zu gehen. Denn nicht selten stecken ernsthafte Krankheiten dahinter.

Mundgeruch entsteht generell durch Bakterien im Mund- und Rachenraum. Sie zerlegen die Nahrung und setzen dabei Schwefelverbindungen frei. Diese wiederum sind verantwortlich für den unangenehmen Geruch. Außerdem entstehen bei der Zersetzung sogenannte Plaques, die sich auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen festsetzen. Grundsätzlich kann man schlechtem Atem durch eine sorgfältige und regelmäßige Zahnpflege vorbeugen.

Auch Kaugummi kauen hilft gegen schlechten Atem. Denn das Kauen regt den Speichelfluss an und der Speichel wiederum spült die Bakterien von den Zähnen. Aber auch Pfefferminzdrops oder das Gurgeln mit Mundwasser können schlechten Atem bekämpfen.

Die Ursache für Mundgeruch liegt aber nicht immer in der Ernährung oder schlechter Zahnhygiene. Zwar sorgen auch Zwiebeln oder Knoblauch für schlechten Atem. Dieser hält aber maximal ein bis zwei Tag lang an.

Was sonst noch hinter Mundgeruch steckt

Wer ständig unter Mundgeruch leidet, sollte die Ursache dafür von einem Arzt abklären lassen. Denn nicht selten ist Mundgeruch ein Hinweis auf eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts oder der Zähne.

So können Karies, Entzündungen des Zahnfleischs (Parodontose) oder schlecht angepasste Brücken die Ursache für Mundgeruch sein. Diese Probleme kann der Zahnarzt am besten aufdecken. Er kann das Problem entweder direkt beheben oder Hinweise geben, wie Sie den Mundgeruch am besten und vor allem nachhaltig bekämpfen können.

Wer an chronischen Problemen wie Parodontose leidet, sollte beispielsweise in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Ein bis zwei Mal pro Jahr durchgeführt kann diese dabei helfen, schlechten Atem zu reduzieren.

Auch durch die richtige Zahnpflege kann Mundgeruch langfristig vorgebeugt werden. Sie können sich beispielsweise eine elektrische Zahnbürste kaufen. Aber auch die regelmäßige Benutzung von Zahnseide ist zu empfehlen. Mit Zahnseide kommen Sie auch in die Zahnzwischenräume, die Ihnen bei der Reinigung mit der Zahnbürste verwehrt bleiben. Auch ein sogenannter "Zungenschaber" wirkt oft Wunder. Denn die übel riechenden Bakterien breiten sich auch gerne auf der Zunge aus. Sie lassen sich aber mit dem Schaber leicht entfernen.

Kann der Zahnarzt keine Ursache für den Mundgeruch feststellen, sollten Sie einen weiteren Spezialisten aufsuchen. Ein Gastroenterologe ist auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts spezialisiert. Er kann gezielt prüfen, ob die Ursache für den schlechten Atem eine Magen-Darm-Erkrankung ist.

Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt kann zudem abklären, ob vielleicht in diesem Körperbereich der Grund des Übels liegt. Manchmal ist die Ursache für schlechten Atem auch eine Erkrankung der Speiseröhre oder eine Halsentzündung. Was auch immer der Grund für den Mundgeruch ist: Erst wenn die Ursache geklärt ist, können Sie das Problem auch erfolgreich angehen.

Bundesweit gibt es in vielen Städten spezialisierte Mundgeruchssprechstunden. Dort können Sie von einem Zahnarzt mit einem speziellen Sensorgerät messen lassen, wie stark ihr Mundgeruch ist. Das hilft vor allem dabei, den Erfolg einer Therapie oder Maßnahme nachzuvollziehen.

Auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) können Sie mit Ihrer Postleitzahl nach einer Mundgeruchssprechstunde in Ihrer Nähe suchen.

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