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Mumps: Alles, was Sie über die Kinderkrankheit wissen sollten

Mumps
Typisch für Mumps (oder 'Ziegenpeter') sind die sogenannten Hamsterbacken. © picture alliance / ZB, Patrick Pleul

Typisch für Mumps: Die Hamsterbacken

Mumps oder umgangsprachlich 'Ziegenpeter' ist eine akute ansteckende Infektionskrankheit. Typisch für diese Kinderkrankheit sind die sogenannten 'Hamsterbacken', sie entstehen durch die schmerzhafte Entzündung der Ohrspeicheldrüse.

Mumps beginnt oft mit unspezifischen Beschwerden wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Nach ein bis zwei Tagen schwillen die Ohrspeicheldrüsen an (manchmal auch nur eine). Diese Drüse befindet sich vor dem Ohr, die Schwellung ist dadurch nicht nur im Kieferwinkel zu sehen. Die Wange sieht ebenfalls geschwollen aus. Der Druck auf den Gehörgang verursacht Schmerzen, sowie auch Kauen und das Öffnen des Mundes schmerzhaft sein können.

Mumps verläuft in der Regel bei Kindern harmlos. Allerdings wird Mumps als eine Ursache von erworbenen Hörschäden verantwortlich gemacht. Erkranken Jungen in der Pubertät kann es zu einer Einschränkung der Zeugungsfähigkeit kommen. Bei Mädchen kann es zu einer Entzündung der Eierstöcke kommen.

Wie lang ist Mumps ansteckend?

Mumps ist drei bis sieben Tage vor bis maximal neun Tage nach Beginn der Ohrspeicheldrüsenschwellung ansteckend. Die Erreger werden durch feinste Speicheltröpfchen in der Luft übertragen, zum Beispiel durch Husten, Niesen, Spucken oder Küssen. Selten ist die Übertragung der Erreger, wenn man gleiche Gläser oder gleiches Besteck benutzt wird.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei Schwellungen im Wangenbereich und gleichzeitigem Fieber sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen.

Wie wird Mumps therapiert?

Die Behandlung von Mumps dient nur der Linderung der Beschwerden, die Infektion lässt sich nicht beeinflussen. Unterstützend helfen klassische Hausmittel: Bei Fieber Bettruhe, viel Trinken, Wadenwickeln. Die Ohrenschmerzen können mit Umschlägen gekühlt werden, manchmal helfen aber auch warme Umschläge. Probieren Sie einfach aus, was Ihrem Kind am besten tut. Ihr Kind sollte regelmäßig die Zähne putzen und der Mund mit desinfizierenden Lösungen gespült werden.

Nach einer Mumps-Infektion ist man in der Regel lebenslang immun.

Wie kann ich mich gegen Mumps schützen?

Die ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat durchgeführt. Die zweite Impfung sollte das Kind zwischen dem 15. und 23. Monat erfolgen, spätestens aber vor der Einschulung. Sollten diese Impftermine versäumt worden sein, ist eine spätere Impfung aber möglich.

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