LEBEN LEBEN

Mukoviszidose und Krebs: Wie dieser Junge über sich hinaus wächst

Mit dieser Reaktion hatte Louis Mutter nicht gerechnet

Diese Geschichte ist wirklich herzzerreißend. Es ist die Geschichte des kleinen Louis, der wegen seiner Krebserkrankung bald den Arm verlieren könnte. Seine Mutter will dem Sechsjährigen die Nachricht schonend beibringen – und kann über seine Reaktion nur staunen.

Michelle Müllers sechsjähriger Sohn Louis wurde mit Mukoviszidose geboren, einer unheilbaren Stoffwechselkrankheit, und leidet zusätzlich noch an Krebs. Zwei Monate lang hat sie sich darauf vorbereitet ihrem Sohn das zu sagen: "Du weißt wir haben noch zwei Chemos vor uns und dann kommt der Tag der Operation. Und bei der Operation kann es passieren, dass sie deinen Arm an der Schulter abschneiden müssen.“ Sie wählt die Worte behutsam, weil sie Angst und Panik als Reaktion erwartet. Doch Louis lächelt und fragt, ob er dann einen Roboterarm bekomme. Mit dieser Antwort hatte seine Mutter nun wirklich nicht gerechnet. Ein weiteres Mal wächst ihr Sohn über sich hinaus.

Der tapfere kleine Junge, der wegen seiner Stoffwechselkrankheit wohl nicht älter wird als vierzig Jahre, bekam die Diagnose Krebs im Dezember 2014. Ein Schock für seine Mutter: "Da kommt ein kleiner Junge auf die Welt, ein Wunschbaby, mit Mukoviszidose und ist so erfolgreich in dem Kampf. Und dann schlägt noch ein so brutaler Tumor zu und will ihm auch noch den Arm nehmen." Dennoch versucht die Alleinerziehende sich nichts anmerken zu lassen. Und damit macht sie alles richtig. Wie Psychologin Haik Schönherr erklärt, sei es wichtig, als Vater oder Mutter dem Kind nicht seine Ängste zu zeigen, sondern sich einfühlsam zu verhalten und dem Kind nah zu sein.

Aber es gibt gute Nachrichten: Die Ärzte mussten nur einen Teil des Oberarms entfernen, den Rest des Armes konnten sie retten! Bewegen kann er den um 15 Zentimeter verkürzten Arm noch nicht. Trotzdem ist Louis tapfer wie immer.

Anzeige