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Müttersterblichkeit: Dicke Schwangere haben ein hohes Risiko

Müttersterblichkeit könnte steigen
Müttersterblichkeit: Übergewicht und 'hohes' Alter sind Risikofaktoren. © dpa, Maurizio Gambarini

Werdende Mütter: Medizinische Vorsorge und Versorgung sind besonders wichtig

Wenn Mütter während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben ist das besonders tragisch. Laut einer britischen Studie ist die Hälfte aller Tode vermeidbar, wenn schwangere Frauen die richtige medizinische Vorsorge erhalten würden.

Die Müttersterblichkeit ist weltweit zurückgegangen. In Deutschland sind laut der WHO im Jahre 2013 sieben von 100.000 Müttern gestorben. Und doch zeigt eine britische Studie, dass etwa die Hälfte aller Todesfälle vermeidbare wäre. Die Zahl der Frauen, die etwa an einer Blutvergiftung oder an Schwangerschaftskrämpfen sterben, hat sich zwar stark reduziert, doch die Zahlen der indirekten Müttersterblichkeit seien gleich geblieben. Bei indirekten Ursachen sterben Schwangere oder Mütter zum Beispiel aufgrund eines bereits bestehenden Leidens oder einer Krankheit, die sich erst während der Schwangerschaft entwickelt. Zu den häufigsten Todesursachen zählen hier: Blutvergiftung, Epilepsie, Schlaganfälle, Grippe oder Krebs.

Laut der britischen Forscher sind übergewichtige und spätgebärende Frauen besonders gefährdet. Da diese beiden Zahlen immer weiter steigen, könnte sich die Anzahl der indirekten Müttersterblichkeit sogar erhöhen. In der Hälfte aller Fälle sterben übergewichtige Frauen an Blutgerinnseln. Das Risiko für Spätgebärende ist sogar noch höher.

Viele psychisch kranke Frauen setzen in der Schwangerschaft ihre notwendigen Medikamente ab, um ihrem ungeborenen Kind nicht zu schaden. Da sich dadurch die Krankheit verschlimmere, plädieren die Autoren der Studie für eine bessere medizinische Versorgung und Aufklärung. Besonders bei Frauen, die bereits vorbelastet sind, sollten alle behandelnden Ärzte mit eingebunden und eine Schwangerschaft früh abgesprochen werden.

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