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Mütter am Limit: Sechsfach-Mama kämpft um ihre Kinder

Mutter sieht Zukunft der Drillinge in Gefahr

Manchmal fordert das Leben mehr von Müttern, als sie bei aller Liebe leisten können. Jeden Tag kämpfen, jeden Tag stark sein - viele Mütter müssen tagtäglich ein Mammutprogramm stemmen.

Mütter am Limit
Sechsfach-Mama Sabine kämpft um die Zukunft ihrer Drillinge.

So wie Sabine Wolbeck. Die Mutter aus Ahaus im Münsterland hat sechs Kinder. Nach zwei Kindern sollte eigentlich nur noch ein weiteres Kind das Familienglück komplett machen. Doch es kam anders. Denn zur Überraschung der Familie kündigten sich gleich drei Kinder an. Die Drillinge kamen als Frühchen zur Welt. Niklas, Leon und Lukas mussten zwei Monate früher geholt werden. Sechs Wochen mussten sie auf der Intensivstation verbringen.

Mittlerweile sind die drei Jungs gesund, putzmunter und ganz schön aktiv. Doch durch ihren schweren Start haben sie einige Entwicklungsschwierigkeiten, die sich in letzter Zeit immer häufiger bemerkbar machen. "Uns ist aufgefallen, dass das Sprachliche etwas verzögert ist", so die Sechsfach-Mutter. Doch das sei nicht ungewöhnlich, beruhigte der Kinderarzt.

Nach Meinung ihrer Erzieher sind die Drillinge aber geistig nicht weit genug entwickelt, um auf eine reguläre Grundschule zu gehen. Die Drillinge mussten sich deshalb offiziell testen lassen. Von dem Ergebnis hängt die Zukunft der Jungs ab, doch das Ergebnis steht noch nicht fest. Das Warten zehrt an Sabines Nerven. "Es ist noch kein Entschluss, kein Gutachten über meine Kinder gefallen, das belastet mich extrem", sagt sie weinend. Denn Sabines größte Angst ist, dass ihre Drillinge auf die Sonderschule müssen und ihr weiterer Lebensweg damit vorgezeichnet wäre. Sie will für ihre Kinder kämpfen.

Zerstören Panikattacken das Familienglück?

Auch die 26-jährige Daniela aus Troisdorf hat schon öfter ans Aufgeben gedacht. Allerdings liegt ihr Problem tief in ihr selbst. Und darunter leiden auch ihre beiden Söhne Glenn und Luke. Denn friedlich mit ihren Jungs spielen kann Daniela nur zu Hause: Sobald die junge Mutter vor die Tür geht, bekommt sie Panik.

"Mein Problem ist, dass ich seit etwa vier Jahren an einer Angst- und Panikstörung leide. Es war am Anfang so, dass ich nicht einmal die Wohnung verlassen konnte, um zum Briefkasten zu gehen", sagt Daniela. Beim Autofahren begann vor vier Jahren ihr persönlicher Alptraum, der ihr Leben und das ihrer Familie schlagartig veränderte. Am meisten leidet Daniela unter dem Gefühl, ihren Kindern keine richtige Mutter mehr sein zu können. Und Danielas Panik wurde immer schlimmer: Inzwischen schafft es die Mutter nicht mehr, mit ihren Kindern alleine auf den Spielplatz zu gehen.

Doch die 26-Jährige hat Tricks entwickelt, die Panik zumindest abzuschwächen: "Wenn ich merke, dass ich unruhig werde, versuche ich mich abzulenken, indem ich die Bude putze oder mich an den Laptop setze, wenn die Kinder gerade nicht da sind". Da bisherige Behandlungen alle nichts gebracht haben, sieht Daniela eine der letzten Chancen in einer Hypnose-Therapie. Ob es gelingt und was Sechsfach-Mama Sabine ändern muss, zeigen wir am Dienstag in unserer Wochenserie.

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