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Mücken: Darum sind sie jetzt so aggressiv

Neue Mückenart macht uns das Leben schwer
Neue Mückenart macht uns das Leben schwer Ganz schön aufdringlich, die kleinen Plagegeister! 00:02:02
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Tigermücke und andere Mücken setzen uns zu

Egal ob abends im Biergarten oder schon morgens auf dem Weg zur Arbeit - überall werden wir von Mücken gestochen. In diesem Jahr sind die kleinen Plagegeister besonders aufdringlich. Es soll sogar eine neue und besonders aggressive Mückenart geben. Wir zeigen, was dahinter steckt und wie Sie sich am besten gegen die Insekten wehren.

Warum sind die Mücken in diesem Jahr so aggressiv? Und warum zeigen manche Gestochene auf einmal so heftige allergische Reaktionen? Bei vielen Menschen entwickeln sich direkt nach einem Stich dicke Pusteln und Quaddeln. Parasitologe Professor Dr. Heinz Mehlhorn hat eine Erklärung dafür: "Große Mücken, die lange nichts gegessen haben, pumpen besonders viel Speichel in die Wunde und das führt dazu, dass der Körper besonders stark reagiert." Für heimische Gattungen wie die Wald- und Wiesenmücke oder die Gemeine Stechmücke gab es im kalten Frühjahr kaum Nahrung - und als es schlagartig warm wurde, schwirrten alle auf einmal aus.

Außerdem nehmen auch neue Stechmücken Kurs auf uns: Wie zum Beispiel die Tigermücke vom Gardasee. Offenbar hat die Tigermücke schon ihren Weg nach Deutschland gefunden, vermutlich als blinder Passagier in Autos von Touristen oder in Containern. In Süddeutschland wurden die ersten Populationen gesichtet.

Unsere Anti-Mücken-Tipps

Nutzen sie regelmäßig Mückenspray und tragen sie weite Kleidung, denn Mücken stechen gerne auch mal durch enge Jeans. Und vermeiden Sie stehendes Wasser auf der Terrasse, denn dort gedeihen Mückenlarven besonders gut. Decken sie also die Regentonne ab oder schütten sie diese regelmäßig aus. Übrigens: das Licht können Sie abends ruhig anlassen, denn Stechmücken werden davon nicht angelockt, sondern nur vom Geruch ihrer Opfer.

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