Monica Lewinsky packt aus: "Mein Boss hat mich ausgenutzt"

Monica Lewinsky bricht ihr Schweigen

Vor fast 20 Jahren hat die Affäre mit einer Praktikantin den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton beinahe den Job gekostet. Heute bricht Monica Lewinsky ihr Schweigen und macht ihrem früheren Chef und Liebhaber Clinton bittere Vorwürfe.

Sie ist zurück in den Schlagzeilen: Monica Lewinsky, die wohl berühmteste Praktikantin der Welt. In der Zeitschrift "Vanity Fair" schreibt die heute 40-Jährige: „Ich bedauere selbst zutiefst, was zwischen mir und Präsident Clinton geschah.“ Ihre Affäre mit ihrem damaligen Chef Bill Clinton war einer der Skandale der 1990er Jahre.

"Natürlich hat mein Boss mich ausgenutzt", erklärt Lewinsky gegenüber der Zeitschrift. Doch sie macht auch klar, dass die Affäre im gegenseitigen Einverständnis vollzogen worden sei. Der „Missbrauch“, wie sie schreibt, kam jedoch nachher, als sie zum Sündenbock gemacht wurde – um Clintons politisches Überleben zu retten.

Lewinsky: Bittere Vorwürfe an Bill Clinton

„Meine Mutter ließ mich wochenlang nicht aus den Augen, saß an meinem Bett und sagte, sie fürchte, dass ich zu Tode blamiert wurde – sprichwörtlich“, erinnert sie sich zurück.

Bill Clinton tat damals alles, um seinen Kopf zu retten. "Ich möchte dem amerikanischen Volk eines sagen. Ich möchte, dass Sie mir zuhören. Ich werde es erneut sagen. Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau, Fräulein Lewinsky“, sagt er in einer öffentlichen Rede am 26. Januar 1998.

Immerhin: Später gestand er doch noch ein, dass er eine Affäre hatte. Aber die berufliche Karriere von Monica Lewinsky war vorbei, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Heute macht sie Bill Clinton dafür verantwortlich. Indem sie die alte Affäre nun wieder ans Licht bringt, macht Lewinsky vor allem Hillary Clinton das Leben schwer. Denn die ehemalige First Lady, so wird spekuliert, will eigentlich selbst fürs Weiße Haus kandidieren.

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