Model-Agent wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

Model-Agent wegen Vergewaltigung angeklagt

Ein 46-jähriger Model-Agent soll sich an seinen teils minderjährigen Schützlingen vergangen haben. Vergewaltigung und sexueller Missbrauch werden ihm unter anderem zur Last gelegt. In Bonn hat jetzt der Prozess gegen den Mann aus Sankt Augustin begonnen.

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Model-Agent wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht
© dpa, Z1031 Jan Woitas

Er scheint sich keiner Schuld bewusst zu sein: Für Michael M. (46) ist Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern oder die Verbreitung von kinderpornographischem Material offenbar keine Straftat. Vielmehr scheint dies in seinen Augen nicht nur normales, sondern gar branchenübliches Verhalten zu sein.

M. soll konkret Models zwischen 13 und 19 Jahren vergewaltigt, betäubt und erpresst haben. Von einer 14-jährigen hat er angeblich Nacktbilder geschossen und sie anschließend im Internet verbreitet. Eine 19-jährige soll er offenbar erst mit Medikamenten ruhig gestellt und sich dann an ihr vergangen haben. Dies sind bloß zwei Auszüge aus der langen Anklageschrift.

Für den Mann aus Sankt Augustin nichts Verwerfliches. So hat er seine Taten mit den Worten: „Wir hatten eine Business-interne Beziehung, da ist es normal, dass die Models mit Agenten, Managern, Fotografen schlafen“, verteidigt.

Und er geht noch weiter: Micheal M. spricht von einer Hetzkampagne und Undankbarkeit der Models ihm gegenüber: „Die Models wissen genau, um was es geht." Diese Woche hat der Prozess gegen ihn in Bonn begonnen.