Stiftung Warentest: Gut muss nicht teuer sein

Gesichtscremes für trockene Haut im Test

Stiftung Warentest hat es bewiesen: Was gut ist, muss nicht teuer sein. Und umgekehrt: Was teuer ist, muss auch nicht gut sein! Das Institut testete 15 Gesichtscremes für trockene Haut mit einem entlarvenden Ergebnis.

Besonders in der kalten Jahreszeit benötigt trockene Haut eine intensive Pflege. Gesichtscremes sollten also einen möglichst hohen Fettanteil aufweisen, trotzdem schnell einziehen und ein gutes Hautgefühl hinterlassen. Diese Eigenschaften erfüllen viele Cremes aber nicht so gut, wie man es nach der Produktbeschreibung erwartet. Insbesondere bei der Feuchtigkeitsanreicherung zeigen sich große Unterschiede: hier zeigten nur zwei Cremes sehr gute Ergebnisse.

Die erste davon ist zugleich auch der Gesamt-Testsieger: die Nivea Visage Silk Comfort Verwöhnende Tagespflege versorgt die Haut auch noch 12 Stunden nach dem Auftragen mit Feuchtigkeit. Und das bei einem Preis von 1,78 Euro pro 10 ml (Vergleichsmenge), mit dem sie deutlich im unteren Feld der getesteten Cremes liegt. Der zweite optimale Feuchtigkeitsversorger ist die Enydrial Feuchtigkeitscreme der Firma Roc Dermatologic, welche allerdings etwas teurer (3,48 Euro pro 10 ml) und nur in Apotheken erhältlich ist.
 

Sind teure Gesichtscremes wirklich besser?
Sind teure Gesichtscremes wirklich besser?:

Glaubt man dem Gesichtscreme-Test des Verbrauchermagazins 'Öko-Test', enthalten 13 der 20 überprüften Tagescremes mit UV-Schutz bedenkliche Inhaltsstoffe, die in den Hormonhaushalt eingreifen.

Testurteil "gut" für günstige Cremes

Ebenfalls "gute" Ergebnisse zeigen auch Cremes für weniger als 1 Euro pro 10 ml. Hierzu gehören die bebe young care intensiv creme, die Florena Tagescreme mit Olivenöl, die Rossmann/Rival de Loop Regeneration Tagescreme sowie der Kneipp Intensiv-Balsam Nachtkerze. Wer teurere Marken liebt, für den sind auch die ebenfalls "gut" getesteten Biotherm Nutrisource und Estée Lauder Hydra Complete-Cremes zu empfehlen. Von der mit Abstand teuersten Creme im Test ist allerdings nur abzuraten: Die MBR BioChange Sensitive Skin Sealer Cream (40 Euro pro 10 ml - d.h. 200 Euro pro Tiegel!) erzielt lediglich die Note "ausreichend" und schneidet damit am schlechtesten ab. Gründe hierfür: Zu wenig Feuchtigkeit, die Creme zieht trotzdem aber nicht gut ein, und darüber hinaus ist auch die mikrobiologische Qualität aufgrund von Schwächen bei der Konservierung lediglich "ausreichend".

Auch das Naturkosmetikprodukt von Weleda schneidet nur schlecht ab. Fazit: Weder natürliche Inhaltsstoffe, noch ein hoher Preis, noch Versprechungen auf der Packung sind Garanten für eine gute Qualität der Creme.

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