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Mobbing am Arbeitsplatz: 'Swarovski‘-Mitarbeiterin wurde gekündigt, weil sie zu dick sei

Swarovski-Mitarbeiterin leidet unter Mobbing am Arbeitsplatz
Swarovski-Mitarbeiterin leidet unter Mobbing am Arbeitsplatz Schikane am Arbeitsplatz 00:02:45
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Das Äußere der Mitarbeiterin entsprach nicht den Unternehmenskriterien

Viele Arbeitnehmer haben schon Erfahrungen mit Mobbing am Arbeitsplatz gemacht. Viktoria Harmath aus der Schweiz kennt sich mit regelmäßigen Schikanen aus. Sie hat viele Jahre für das Schmuck-Unternehmen 'Swarovski‘ gearbeitet und wurde aus unerklärlichen Gründen gekündigt: Sie sei zu dick und kleide sich nicht nach den "Regelungen in Bezug auf das Erscheinungsbild“ des Arbeitgebers. Für die Verkäuferin ist die Entscheidung schockierend aber nicht überraschend. Immer wieder wurde sie von ihrer Chefin für ihr Äußeres kritisiert.

Sie sendete ihrer Chefin vor Arbeitsbeginn Fotos ihrer Outfits

Sie sei nicht hübsch genug und ihr Bauch zu dick. Diese Aussagen musste Viktoria Harmath immer wieder verkraften – schriftlich und verbal. Über die Oberflächlichkeit ihrer Chefin ist die Mutter schockiert: "Ich finde, dass der Charakter zählt und nicht das Äußerliche.“
Die Schikane ging sogar so weit, dass die junge Frau ihrer Vorgesetzten vor der Arbeit Fotos ihrer Outfits zusendete, um Zustimmung zu erhalten – der Versuch, sich vor weiterer Diskriminierung zu schützen: erfolglos. Sogar an ihrer Körperhaltung hatte ihre Arbeitgeberin etwas auszusetzen.


Nach der Kündigung bleiben der jungen Frau für sich und ihr Kind 250 Franken (etwa 230 Euro) zum Leben. Eine Situation, die sie gerne ändern würde, doch das Unternehmen lässt sich unverhältnismäßig viel Zeit für das Empfehlungsschreiben, welches sie braucht, um einen neuen Job zu finden.

Wie sich das Unternehmen 'Swarovski' zu den Vorwürfen von Viktoria äußert, das sehen Sie im Video.

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