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MMS: So gefährlich ist das angebliche Wunderheilmittel 'Miracle Mineral Supplement'

MMS soll gegen Aids und Krebs helfen

Die Grippewelle ist noch immer nicht abgeebbt, gefühlt ist das halbe Umfeld krank. Umso größer der Wunsch, schnell wieder fit zu werden. Immer mehr Menschen greifen deshalb auf die sogenannten Wundertropfen MMS (‚Mineral Miracle Supplement‘) zurück. Das Produkt soll nicht nur bei kleinen Infekten helfen, sondern auch gegen Krankheiten wie Aids oder Krebs wirken. Es kann legal im Netz gekauft werden. In Deutschland ist es allerdings nicht zugelassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel warnt dringend vor der Einnahme von MMS. Denn das Mittel enthält nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – Natriumchlorid (Kochsalz), sondern Natriumchlorit.

Letzteres ist ein hochgiftiges, ätzendes Bleichmittel, das sonst zum Bleichen von Kleidung eingesetzt wird - oder auch um Wasser zu reinigen.

Dr. Christian Specht warnt vor MMS

Beworben und angepriesen wird das Produkt von einem ehemaligen Scientologen namens Jim Humble, der in Internetvideos die Unbedenklichkeit des Mittels anpreist und dessen Vorträge auch in Deutschland schon größere Hallen füllen.

Im Video erklären Dr. Christian Specht und Dr. Sigrid Röchter von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, weshalb das angebliche Wunderheilmittel so gefährlich ist.

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