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Mit Natur gegen Schlaflosigkeit

Mit Natur gegen Schlaflosigkeit
© picture-alliance / ZB, Peter Förster

Baldrian beruhigt

Wer unter Schlaflosigkeit leidet, greift oft nach jedem Strohhalm. Auch die Natur hat einiges auf Lager um Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Mit dem Herbst beginnt die Haupterntezeit des Baldrians. Schon im Mittelalter wurde die Pflanze als Heilmittel eingesetzt und sollte Gicht und Seitenstechen vertreiben. Zudem sollten sich mit Hilfe des Gewächses Hexen und Dämonen abwehren lassen. Heute wird Baldrian vor allem bei Schlaflosigkeit, nervösen Angstzuständen oder stressbedingten Störungen verwendet.

Ätherische Öle

Die Pflanze enthält vor allem ätherische Öle und so genannte Valepotriate, die eine beruhigende Wirkung ausüben. Sie wirkt deshalb schlaffördernd, krampflösend und muskelentspannend. Allerdings hat das Kraut gleichzeitig auch einen leicht anregenden Effekt, weshalb es innere Unruhe, Angst und Spannungen beeinflussen kann und für eine größere Ausgeglichenheit sorgt. Im Handel sind zahlreiche Fertigpräparate zu kaufen, die Baldrian entweder allein oder in Kombination mit anderen pflanzlichen Extrakten wie Hopfen oder Melisse bereitstellen. Innerlich kann das Gewächs in Form von Dragees, Kapseln oder Tee angewendet werden, äußerlich als Badezusatz.

Magen-Darm-Probleme oder Kontaktallergien treten nach der Einnahme von Baldrian nur selten auf. Bei einer längeren Anwendung der Pflanze kann es gelegentlich aber auch zu Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Störungen der Herztätigkeit kommen. Deshalb sollte die längerfristige Einnahme von entsprechenden Präparaten auch mit einem Mediziner abgestimmt werden. Bei Kindern, während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind die Mittel generell nur nach einem Gespräch mit dem Arzt einzunehmen.

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