Mit Lampe, Tasche oder Ladepad: Handy einfach ohne Stecker aufladen

Handy-Akku laden: Überall und nebenbei

Jeder kennt das Problem: Der Handy-Akku ist leer, aber weit und breit ist keine Steckdose oder kein Ladekabel zu finden. Eine neue Erfindung kann jetzt ganz leicht Abhilfe schaffen. Auf der Mailänder Möbelmesse stellte 'Ikea' jetzt eine Lampe vor, mit der man nur durch das Ablegen das Handy aufladen kann.

Dabei handelt es sich um die gleiche Technologie, die man bereits vom Induktionsherd oder der elektrischen Zahnbürste kennt. Die Lampe ist an den Strom angeschlossen und in dem kleinen Tischchen der Lampe ist ein elektromagnetisches Feld integriert. Wenn man dort das Gerät auflegt, wird der Strom automatisch ins Handy übertragen. Angeblich ist die elektromagnetische Strahlung ungefährlich und auf den Bereich ums Ladepad beschränkt. Die Lampen kosten zwischen 60 und 100 Euro. Alternativ gibt es auch Tische oder einfache Pads. Einziges Problem: Bei den meisten Handys, wie dem iPhone zum Beispiel, funktioniert das nur mit Hilfe einer Hülle, die das Laden überhaupt erst möglich macht.

Eine ähnliche Technologie gibt es jetzt auch für unterwegs. 'Jeep' hat ein Induktions-Ladepad in die Mittelkonsole eines 'Cherokee'-Modells eingebaut, so dass man beim Autofahren das Handy aufladen kann. Laut 'Jeep'-Pressesprecher Markus Hauf wollen jetzt auch viele deutsche Auto-Hersteller damit aufrüsten. Damit hätte sich das Problem mit dem Kabelsalat im Auto endlich erledigt.

Bei der Umhängetasche lassen sich die Kabel zwar nicht vermeiden, aber dafür ist die Technik umweltfreundlich: Die eingebauten Solarzellen in der Tasche produzieren Strom und laden damit das Handy auf. Die Nachteile: Es dauert lange, bis sich der Akku auflädt und man ist auf die Sonne angewiesen. Außerdem ist die Tasche relativ schwer und ist mit 250 Euro kein Schnäppchen.

Wer unterwegs eine andere Lademöglichkeit sucht, findet in der Frankfurter Innenstadt ein Einkaufszentrum mit Ladestationen. Eine halbe Stunde lang kann man sein Handy dort gratis aufladen. Neben der Service-Leistung verspricht sich der Geschäftsführer eine längere Verweildauer des Kunden und damit natürlich auch mehr potentielle Käufer.

Fazit: Ob Laden im Einkaufszentrum, mit Hilfe einer Tasche, in der Mittelkonsole im Auto oder das eingebaute Ladegerät in Möbeln: Es wird künftig immer mehr Möglichkeiten geben, seinen Handy-Akku zu laden - und zwar überall und nebenbei. Und dazu braucht man nicht mal unbedingt ein Kabel oder eine Steckdose...

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