Misshandlung: Dienstmädchen in Bahrain geschlagen und vergewaltigt

Terror hinter der Luxusfassade

Dieser Hilferuf muss die 28-jährige Abby Luna unglaublich viel Mut gekostet haben. Versteckt im hintersten Winkel einer Luxus-Villa in Bahrain bittet das philippinische Dienstmädchen über Facebook verzweifelt um Hilfe – obwohl sie weiß, dass sie dafür vielleicht wieder furchtbar geschlagen wird.

"Ich habe Blutergüsse von all den Schlägen. Der Sohn des Hauses, der mich zuletzt auch noch vergewaltigt hat, droht mir damit, mich umzubringen und mich in der Wüste zu vergraben, wenn ich irgendwem etwas sage. Bitte helft mir." Mit diesen mutigen Worten wendet sich Abby Luna an die Öffentlichkeit. Ihr Schicksal ist leider kein Einzelfall.

Hinter den Luxuskulissen in den reichen Ölstaaten werden Hausmädchen geschlagen und misshandelt. Kaum einer ahnt, was hinter vielen der Hochglanzfassaden geschieht. Die Menschenrechtsorganisation 'Human Rights Watch' konnte mit vielen der Hausmädchen sprechen, die all den Luxus möglich machen und die dabei vor allem in Privathaushalten immer wieder schrecklich misshandelt werden.

Viele philippinische Frauen kommen in die Wüstenstaaten, die durch Öl reich geworden sind, um dort Geld für ihre Familien zu verdienen, damit diese in ihrem Heimatland nicht hungern und in völliger Armut leben müssen. Sie möchten, dass ihre Kinder zum Arzt gehen können, wenn sie krank sind und eine Schule besuchen, damit sie einmal ein besseres Leben haben. Dafür würden sie fast alles tun – und erleben oft schreckliche Ausbeutung.

Doch Abby Luna hatte Glück: Sie wurde für ihren großen Mut belohnt. Mitarbeiter der philippinischen Botschaft sahen ihren Hilferuf auf Facebook und befreiten die 28-Jährige. Sie wird jetzt ärztlich versorgt und kann bald wieder nach Hause reisen.

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