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Miroslav Klose: Deutschlands neues Super-Babe

Miroslav Klose: Deutschlands neues Super-Babe
Unser Superstürmer: Miroslav Klose gilt nicht erst seit der WM 2014 als deutscher Held © imago/Jan Huebner, imago sportfotodienst

Nicht nur Rihanna ist von unserem Klose begeistert

"Da German bae" – das deutsche Babe – so sieht Rihanna also unseren Miroslav. Und wir müssen sagen: Respekt! Zu Superstürmer Klose wären uns ja auch allerlei Vergleiche eingefallen, aber ihn als "Babe" zu titulieren, ist schon originell. Tor-Gott, der Größte, Super-Spitzler – passt doch alles besser. Auch Kosenamen wie "harter Arbeiter" könnten wir uns vorstellen, oder "Handwerker" (das hat ja auch schon der Jogi gesagt), aber Babe? Andererseits: Rihanna muss es wissen – schließlich kennt sie ihren "N*gga Klose", ihren guten Kumpel Klose also, ja recht gut. Sie war mit ihm sogar schon mal auf einem gemeinsamen Foto, das sie während des Spiels gegen Ghana auch gleich twitterte.

Schläfe an Schläfe stehen die beiden einträchtig nebeneinander. Mit Rihanna würden zurzeit vermutlich viele Frauen gerne tauschen. Denn Klose hat einfach was. Zum einen wirkt er so erfrischend erwachsen – was auch an seinem für einen Profi-Sportler relativ hohen Alter liegen mag. Klose ist zum Beispiel nur zwei Jahre älter als der Vater (!) von Shkodran Mustafi. So einer strahlt Sicherheit aus, Konstanz und Zuverlässigkeit.

Der väterliche, weise Wesenszug stand ihm irgendwie schon immer gut. Bereits 2007 – da war auch ein Klose noch U-30 - sprach er im Spiegel über die jungen Hüpfer auf dem Fußballplatz: "Diese Jungs denken zu viel darüber nach, was andere Leute von ihnen halten. Ihnen ist es nicht egal, ob sie nun mit einem Skoda, Audi A3 oder was weiß ich was zum Training vorfahren. Die fahren mit 22 Jahren Porsche. Und was machen sie mit 24? Irgendwann gibt es kein Limit mehr. Da fehlen mir die Worte." Hah! Mit so einem möchte man doch sofort langfristig eine Familie gründen statt kurzfristig im P1 abtanzen!

Was macht Superstürmer Klose eigentlich so liebenswert?

Gibt man in einer bekannten Suchmaschine die Begriffe "Klose" und "Frauenschwarm" ein, bekommt man einige Treffer. Die sich aber nur darauf beziehen, dass Klose mal mit "Frauenschwarm Luca Toni" in einem Verein spielte. Vielleicht mögen wir den Miroslav ja genau deshalb so gern, weil er so herrlich zurückhaltend und bescheiden ist. Selbstdarsteller und –vermarkter gibt es ja genug – dazu scheint der Wahl-Römer nicht zu tendieren. Er hat es noch nicht einmal nötig, auf seiner Homepage die aktuelle WM zu erwähnen. Aber dafür erfahren wir Fans, was er 2010 im Vorfeld von Südafrika alles hinbekommen hat. So was ist Understatement vom Feinsten!

Auch neigt er nicht zu raschem Frisurenwechsel und Körperschmuck-Exzessen, was heutzutage ja fast schon wieder ein Alleinstellungsmerkmal ist. Wenn Klose beim Trikottausch das Leibchen ablegt, sieht man seinen relativ schlacksigen Athleten-Körper und muss sich nicht erst zwischen diversen Zeichnungen und Schriftzügen zurechtfinden. Ganz ohne Tattoos geht es aber auch bei ihm nicht: Die rechte Wade vom Knöchel bis zum Knie ziert ein Tattoo. Die Namen seiner Söhne samt Ornamentik sieht man aber nur, wenn Herr Klose mal die Wadenschoner runterlässt. Noch ein kleines Tattoo am Handgelenk – fertig ist die Anpassung an den Zeitgeist.

Den Mann umgibt einfach eine gewisse Aura der soliden Zurückhaltung. Dabei könnte er, wenn er denn wollte, ganz schön den dicken Maxe rauskehren: Er hat im letzten Spiel vor der WM Gerd Müller als deutschen Rekordtorschützenkönig abgelöst, seit dem Ghana-Spiel ist er mit Ruheständler Ronaldo in der ewigen WM-Torschützenliste gleichgezogen. Obwohl der alles tat, um Miro zu stoppen. Er bat sogar die brasilianischen Fans, den Deutschen ein bisschen zu verhexen… hat aber nix genutzt.

Klose kam ins Spiel - und machte das Spiel. Und danach machte er seinen legendären Salto (dem Google sogar ein eigenes putziges Logo gewidmet hat). Dabei wollte Klose eigentlich ja für immer auf den Salto verzichten, seit einer seiner Söhne Papa nacheifern wollte und böse aufs Parkett aufschlug: "Ich kann ja auch anders jubeln." Is' halt so.

Eine Geisteshaltung, mit der der Routinier auch ohne erkennbares Murren erst Mal hochmotiviert auf der Ersatzbank Platz nahm – bis er dann doch mal wieder Fußball-Geschichte schrieb. "Kaiser Klose" wird er seither genannt. Das Spiel sei Dank ihm "Welt-Klose" gewesen, "Danke, Alter!"

Ach, immer dieses Rumgehacke auf dem Alter des Rekord-Stürmers. Okay, da gab es einen Hexenschuss, dann hatte er Schulter und danach Probleme mit dem Oberschenkel. Das kann jedem passieren. Auch Leuten, die erst 33 sind. Aber die können wahrscheinlich keinen Salto vorwärts aus dem Stand. Und vermutlich auch kein Tor gegen Ghana schießen und nebenher eine Mannschaft mitreißen. So was kann vor allem Klose. Und dafür bewundern wir ihn.

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