MAKE-UP MAKE-UP

Mineral-Make-up: Was taugt der Kosmetiktrend?

Mineral-Make-up: Das kann der neue Beauty-Trend
Mineral-Make-up verspricht tolle Ergebnisse

Mineral-Make-up ist der neue Beauty-Trend

Das mikrofeine Mineral-Pigment scheint der neue Stern am schier unerschöpflichen Make-up-Firmament zu sein. Plötzlich spricht der gesamte Beauty-Kosmos nur über eines: Mineral-Make-up. Diese Foundation aus natürlichen Grundstoffen soll selbst Problemhaut zum Strahlen bringen. Alles nur Humbug oder handelt es sich bei den mikroskopischen Powerstoffen tatsächlich um eine neue Schmink-Revolution? Frauenzimmer.de hat nachgefragt.

Von Jennifer Mönnekes

Die USA sieht sich gerne weit vorne, wenn es um die Erfindung des Beauty-Rads geht. So wundert es nicht, dass sich die Schönheits-Schmiede von Übersee mit falschen Lorbeeren schmückt. Denn der Mineralien-Trend, der nun sukzessive über den großen Teich in die deutschen Badezimmer herüberschwappt, ist gar nicht so "brand-new".

Eigentlich geht die mineralische Pigmentierung in Foundations und Make-ups auf einen uralten Beauty-Kniff zurück. Bereits im alten Ägypten wurden Halbedelsteine wie Amethysten oder Rosenquarze gemahlen, um daraus Pigmente zu gewinnen. Das fein vermahlene Pulver nutzten die Frauen zur Verschönerung ihrer Gesichter und taten ihrer Haut unwissentlich noch etwas Gutes. Jahrtausende später macht sich die findige Kosmetik-Industrie dieses Halbwissen zu Nutze und verkauft damit nicht nur eine gute Alternative zu herkömmlichen Abdeckprodukten. Ganz nebenbei springt sie damit auch auf einen fahrenden Zug auf, nämlich den zu einem neuen Gesundheits-bewusstsein. Sprich: Frau will ihr Gesicht nicht mehr mit Synthetik zukleistern. Und hier kommt das Mineral-Make-up ins Spiel.

Mineral-Make-up: Der natürliche Weichzeichner

In der Inci-Deklaration (Inci =Inhaltsstoffe) werden die allergieauslösenden Zutaten einfach substituiert. An die Stelle synthetischer Farbstoffe treten nun die aus Mineralien gewonnenen Pigmente. Dabei verzichtet das Mineral-Make-up idealerweise auch auf Duft- und Konservierungsstoffe. Ein Plus für die Verträglichkeit! Hauptbestandteile der Foundation sind Titaniumdioxd oder auch Zinkoxid, die in der Naturkosmetik als natürlicher Lichtschutzfaktor bekannt sind und vor schädlicher UV-Einstrahlung schützen. Die pulverisierten Mineralien führen so zu einer vorteilhaften Lichtbrechung und lassen das Gesicht ebenmäßiger wirken. Der Vorteil: Die hohe Deckkraft des Mineral Make-ups lässt Hautunreinheiten und Rötungen einfach verschwinden - und das ohne den altbekannten Zuspachtel-Effekt: Als natürlicher Weichzeichner sind die neuen Foundations auf Mineralbasis gerade für sensible Haut eine gute Alternative zu herkömmlicher Schminke.

Auch wenn sich Mineral-Make-up und herkömmlicher Puder in Aussehen und Konsistenz ähneln, so sind die Unterschiede in der Zusammensetzung und der Wirkungsweise doch erheblich. Mineral-Make-up hat eine wesentlich höhere Deckkraft und kaschiert sogar Rötungen und Pigmentflecken. Es ist also eine echte Grundierung, in der Wirkung vergleichbar mit flüssigen oder Creme-Make-ups. Unter der Deckschicht der mineralischen Farbpigmente wird die Haut zudem nicht gereizt - mehr noch, das feine Puder lindert Rötungen und Pickel durch die Zugabe von Haut beruhigendem Zink und Magnesium und verstopft somit nicht die Poren. Mineral-Foundation hat also gleich mehrere positive Nebenwirkungen. So bringt sie selbst Problemhaut zum Strahlen, verstopft die Poren nicht und eignet sich ganz nebenbei auch als Sonnenschutz.

In einem sind uns die Amerikaner dennoch voraus. Mineral-Foundation wird weitestgehend in den USA vertrieben und ist in Deutschland zumeist nur über Online-Shops oder ausgewählte Anbieter zu beziehen. Die Produkte der großen Kosmetikhersteller mal außen vor gelassen. Hier zu Lande gibt es aber vereinzelt kleine "Ein-Frau-Betriebe", die mit viel Herzblut, dekorative Kosmetik aus mineralischen Grundstoffen herstellen.

Anzeige