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Miller-Dieker-Syndrom: Das Baby, das nicht weinen konnte

Miller-Dieker-Syndrom: Das Baby, das nicht weinen konnte
Der kleine Tate wurde nur drei Monate alt. Ein seltener Gehirndefekt verhinderte auch, dass er weint.

Mutter wünschte sich, ihr Kind würde weinen

Wenn er doch nur ein einziges Mal weinen würde! Das wünschte sich Tates Mutter Yasmin im australischen Sydney. Der kleine Tate Lindsey Burley hat in seinem ganzen kurzen Leben nicht ein einziges Mal geweint. Nicht, als ihn die Hebamme nach seiner Geburt am 9. Januar einen Klaps auf den Po gab und auch nicht, als er am 6.März 2015 im Arm seiner untröstlichen Mutter für immer einschlief.

Tate wurde mit einem Gendefekt, dem Miller-Dieker-Syndrom geboren. Deshalb konnte er nicht weinen. Aber auch das Schlucken funktionierte nicht. Hinzu kamen Probleme mit der Atmung. Miller-Dieker-Syndrom bedeutet, das Kind hat einen schweren Gehirnschaden, und dass es wegen der gravierenden Probleme bei den grundlegenden Körperfunktionen nur eine geringe Lebenserwartung hat.

Äußerlich sah man dem Säugling seine schwere Krankheit nicht an. Das Kind war jedoch sehr still und bewegte sich – abgesehen von gelegentlichen Krampfanfällen - kaum. So war auch den beiden älteren Geschwistern nur schwer zu erklären, was ihrem kleinen Geschwisterchen fehlte. Die Eltern ließen die Öffentlichkeit am kurzen Leben ihres Jüngsten über die Facebook-Seite ‚The Tiny Tate Journey‘ teilnehmen.

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