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Mikroplastik: Deshalb sollten Sie die mikroskopischen Kunststoffpartikel meiden

Wenn Plastik zu einer bedrohlichen Gefahr wird
Wenn Plastik zu einer bedrohlichen Gefahr wird So leiden die Tiere unter der Umweltverschmutzung 00:00:57
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Mikroplastik: Gefahr für Mensch und Tier

Die enorme, jährliche Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastik im Meer ist kein Geheimnis mehr. Die Ozeane leiden offensichtlich an der großen Menge Plastikmüll, das beweisen nicht zuletzt schockierende Fotos von Vögeln oder Fischen, die nichts als Müll in Ihrem Magen angesammelt haben. Doch auch durch Mikroplastik besteht eine große Verschmutzung, die leider nicht plakativ sichtbar ist.

Wir verraten Ihnen in welchen Produkten Mikroplastik enthalten ist, warum es so gefährlich ist und wie Sie Verschmutzung durch die kleinen Kunststoffpartikel vermeiden können.

Was ist Mikroplastik?

Doch was ist eigentlich Mikroplastik? Darunter versteht man mikroskopisch kleine Kunststoffteilchen, die unter fünf Millimeter groß sind, diese werden in zwei Arten gegliedert:

Primäres Mikroplastik

Basispelletes, das sind kleine Plastikkügelchen, die als Grundlage für die Plastikproduktion und für den Einsatz in der Kosmetikindustrie bestimmt sind.

sekundäres Mikroplastik

entsteht durch Verwitterungsprozesse, wie beispielsweise durch große Sonneneinstrahlung oder den Abrieb von Gummiautoreifen, sorgen dafür, dass große Plastikteile in kleines Mikroplastik zerfallen.

In welchen Produkten steckt Mikroplastik?

Quer durch die Bank ist Mikroplastik erschreckenderweise in erstaunlich vielen Kosmetikprodukten, herstellerunabhängig, enthalten. So finden sich die winzigen Kunststoffpartikel als Füllstoff, Schleifmittel oder Filmbildner nicht nur in Duschpeelings, sondern auch in Lippenstiften, Concealer, Lidschatten, Sonnencremes und anderen Pflegecremes. Die Produktion von Zahnpasta ist mittlerweile hingegen plastikfrei.

Ein anderer großer Lieferant von Mikroplastik sind Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und viele andere Produkte, die aus Kunststofffasern gefertigt wurden. Synthetische Kleidung, wie der Fleecepulli aus Polyester, sondert pro Waschgang rund eine Millionen Fasern ab und gelangen so ins Wasser.

Mögliche Lösung: Mit dem ‚Guppy Friend‘ Waschbeutel von einem Startup aus Berlin, werden Mikroplastikfasern aus der Waschmaschine gefiltert und können nach dem Waschgang aus dem Saum des Beutels entnommen werden.

Wieso ist Mikroplastik so schädlich?

Risiken für die Umwelt:

Mikroplastik gelangt durch das Abwasser in unser Ökosystem und kann weder durch Waschmaschinen noch durch Kläranlagen vollständig herausgefiltert werden, da die Kunststoffpartikel schlichtweg zu klein sind. Zudem gelangt es als Klärschlamm wieder auf unsere Felder.

Im Ozean, in Seen und Flüssen mutiert Plastik regelrecht zu einem Giftstoffsammler. Giftige Stoffe wie PCB und PAK, die als extrem krebserregend gelten, heften sich auf der wasserabweisenden Oberfläche von Plastik an, je feiner, desto mehr Angriffsfläche bietet das Plastik. Bei Meeresbewohnern kann schon ein kleiner Happen für eine tödliche Giftdosis sorgen.

Laut Forschern der Uni Wien werden täglich vier Tonnen Plastik von der Donau ins Schwarze Meer gespült, demnach sollen mittlerweile schon mehr Mikroplastikpartikel als Fischlarven in dem europäischen Fluss schwimmen.

Risiken für den Menschen:

Mikroplastik wird in der Nahrungskette weitergegeben und kommt so letztendlich beim Menschen auf den Teller. Durch unsere Ernährung mit Meeresfrüchten gelangt es in unseren Körper.

Gefährlich wird es für uns, wenn sich das Mikroplastik soweit zersetzt hat, dass es durch unsere Zellwände dringen kann. Dadurch kann es sich in unserem Körper absetzten und verursacht teils heftige Entzündungen.

Wie lässt sich Mikroplastik vermeiden?

Verbote von Mikroplastik sind bereits in Großbritannien, der Niederlande, Kanada, Teilen der USA und in Neuseeland in Kraft getreten. Die Grünen fordern auch in Deutschland ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika.

Greifen Sie der Umwelt zu Liebe auf Naturkosmetik zurück, diese ist meist auch frei von anderen bedenklichen Inhaltsstoffen. Indem Sie Ihr Body- und Gesichtspeeling selber machen und als Körnung statt Mikroplastik grobkörniges Salz, Zucker, geschrotete Kerne, Körner oder Grieß verwenden, schonen Sie die Umwelt aktiv.

Um im Geschäft herauszufinden, ob ein Produkt durch Mikroplastik oder andere schädliche Inhaltsstoffe belastet ist, empfehlen wir die Apps ‚Code Check‘ und ‚ToxFox‘ zu verwenden. Diese verraten Ihnen alles Wissenswerte über ein Produkt in übersichtlicher Darstellung mithilfe eines Barcodescans.

Statt synthetischen Fasern sollten Sie beim Kleidungskauf lieber auf Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen und Seide, setzen.

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