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Migräne: Was ist das?

7 Tipps gegen Migräne
7 Tipps gegen Migräne Das hilft bei akuten Kopfschmerzen 00:00:54
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Migräne: Anzeichen erkennen und vorbeugen

Wenn Sie zu den armen Migräne-Geplagten gehören, kennen Sie die Anzeichen: Alles erscheint einem viel zu laut und zu grell. Nichts geht mehr. Der Kopf droht zu platzen, dann wird einem schlecht und man will nur noch in sein Bett.

Was ist Migräne?
Was ist der Unterschied zwischen Migräne mit und ohne Aura?

Migräneattacken überfallen etwa acht Millionen Menschen in Deutschland -und es ist keine Rettung in Sicht. Was ist diese Migräne eigentlich?

Der Begriff Migräne kommt aus dem Griechischen und bedeutet "halber Schädel". Soll heißen, der Migräneschmerz ist ein einseitiger Schmerz. Die Migräne ist eine chronische, neurologische Erkrankung, die periodisch auftritt und durch eine Erweiterung der Hirnhaut mit anschließender Entzündung entsteht. Sie ist also eine Funktionsstörung des Gehirns.

Es gibt zwei Formen der Migräne

Grundschätzlich werden zwei unterschiedliche Formen der Migräne unterschieden. Die weitaus verbreitetere ist die 'Migräne ohne Aura' . Rund 85 Prozent der Betroffenen leiden an dieser Migräne-Form. Die Kopfschmerzen sind in der Regel pochend oder pulsierend und treten häufig einseitig auf. Der Schmerz kann während einer Attacke sowie von Anfall zu Anfall die Seite wechseln. Die Attacken dauern meist zwischen 4 und 72 Stunden und werden durch Bewegung verstärkt.

Die weitaus weniger verbreitete Form ist die 'Migräne mit Aura': Dort kündigen sich die Kopfschmerzattacken durch eine so genannte "Migräneaura" an. In der Aura-Phase haben Betroffene insbesondere Probleme mit dem Sehen. Die Sehstörungen äußern sich meist als Blendungsefühl. Später können aber auch Gesichtsfeldausfälle Flimmern und Blitze vor den Augen sowie das Sehen von Doppelbildern auftreten.

Bei einigen Patienten kommt es auch zu meist einseitigen Gefühlsstörungen in Gesicht und Arm. Seltener tauchen in dieser Phase auch Sprachstörungen auf. Prinzipiell können aber während der Aura-Phase fast alle neurologisch bekannten Reiz- und Ausfallerscheinungen Die Migränekopfschmerzen selbst werden in den meisten Fällen von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet.

Kopfschmerzen sollten Sie allerdings nicht leichtfertig und vorschnell als Migräne abtun. Die Diagnose Migräne muss beispielsweise durch einen neurologischen Facharztbefund eventuell auch mit Computertomografie oder Kernspinuntersuchung des Kopfes gesichert werden. Eine Gefäßmissbildung im Kopf oder ein Tumor als Ursache der Kopfschmerzen muss Ihr Arzt unbedingt ausschließen.

Verwechseln Sie den Migräne- nicht mit dem Spannungskopfschmerz, der durch eine verspannte Nacken- und Schultergürtelmuskulatur hervorgerufen wird. Dieser muss als solcher identifiziert werden, um Migräne auszuschließen. Allerdings können der Spannungs- und Migränekopfschmerz auch parallel auftreten.

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