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Migräne Gen erhöht Risiko für die Krankheit

7 Tipps gegen Migräne
7 Tipps gegen Migräne Das hilft bei akuten Kopfschmerzen 00:00:54
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Migräne-Gen erhöht Wahrscheinlichkeit für die Krankheit

Ein internationales Forscherteam hat jetzt erstmals ein Risikogen für die so genannte gewöhnliche Migräne entdeckt. Das Team um Aarno Palotie vom britischen ‚Wellcome Trust Sanger Institute’ untersuchte das Erbgut rund 50.000 Testpersonen. Die Ergebnisse werden nun im Fachblatt ‚Nature Genetics’ vorgestellt.

Forscher entdecken Migräne Gen
© dpa Migränin Boots Healthcare, A3500 Fotoreport Migränin Boots Healthcare

„Zum ersten Mal ist es uns gelungen, das Erbgut tausender Menschen genauer in Augenschein zu nehmen und genetische Aufschlüsse zu finden, um die gewöhnliche Migräne zu verstehen“, sagte Palotie. Zuvor waren bereits Gene gefunden worden, die im Zusammenhang mit seltenen und extremen Migräneformen stehen.

Das Ergebnis der Studie: Insgesamt scheint die Genvariante rs1835740 das Migränerisiko um etwa ein Fünftel zu erhöhen. Das betroffene Gen ist vermutlich an der Regulierung des Nervenbotenstoffs Glutamat im Hirn beteiligt. Glutamat ist auch als Geschmackverstärker in Lebensmitteln bekannt.

Auch Glutamat gilt als Auslöser für Migräne-Attacken

Der Migräne-Kopfschmerz wird der Studie zufolge möglicherweise von einem Glutamat-Überschuss an den Synapsen ausgelöst, den Kreuzungen von Nervenbahnen - also von einer Art Datenstau auf der Hirnautobahn. Bei gesunden Menschen kommandiere die entdeckte DNA-Variante ein spezielles Eiweiß als Staulöser zum Einsatzort ab, erläutern die Forscher. Bei Menschen mit Migräne werde dieser Befehl aber offensichtlich nicht ausgeführt. Warum es zum Datenstau kommt, ist noch nicht bekannt.

Die Wissenschaftler wissen noch nicht, in welchen Fällen es zum Datenstau kommt. Da nun eine mögliche Ursache bekannt sei, müssten weitere Studien diese Krankheit und insbesondere den Regulierungsmechanismus genauer untersuchen, sagte Christian Kubisch von der Universität Ulm.

Migräne betrifft in den Industrieländern etwa jede sechste Frau und jeden zwölften Mann. Damit gilt sie in Europa und den USA auch als kostenreichste Fehlfunktion des Hirns.

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